Zu einer Ausstellung mit ihren farbenfrohen Acrylbildern hatte Bernadette Böll in das Römerhof Atelier eingeladen. Sie zeigte sich erfreut über das überaus große Interesse von Kunstfreunden, die zur Vernissage gekommen waren und außerdem in den Genuss eines wunderbar die Bilder begleitenden Flötenkonzertes kamen.

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Bernadette Böll führte persönlich in ihre Ausstellung ein und stellte sich denjenigen vor, die sie noch nicht kannten. 1952 in Köln geboren, hätten ihre Eltern viel Wert auf die kreativen Begabungen der sieben Geschwister gelegt, sagte sie. Ihre erste Passion sei die Musik gewesen, schon als Kind habe sie Klavierunterricht bekommen und später die Freude am Chorgesang entdeckt.

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Sie berichtete, dass sie mit 25 Jahren in einer tiefgreifenden Lebenskrise mit Rütte in Kontakt gekommen sei und ihr Lebensweg eine neue Richtung bekam als man sie ermunterte, Musik zu studieren – Klavier und Gesang. Von schöpferischer Energie geprägt seien ihre Studienjahre auch der Beginn eines bildnerischen Gestaltens gewesen. Sie begann zu sticken, ihre Perlenstickereien sind vielen der Anwesenden bekannt.

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Doch habe dann die Malerei mehr Raum eingenommen. Nach dem Studium zog Bernadette Böll dann ganz nach Rütte, wo ihre therapeutische Ausbildung begonnen habe, später dann die Arbeit mit Menschen, die Begleitung suchten. Nun lebe sie bereits seit 37 Jahren hier, seit 1984 ist sie Mitarbeiterin in Rütte.

Die Künstlerin Bernadette Böll (Dritte von links) mit dem Blockflötenensemble, das die Eröffnung ihrer Ausstellung musikalisch begleitete.
Die Künstlerin Bernadette Böll (Dritte von links) mit dem Blockflötenensemble, das die Eröffnung ihrer Ausstellung musikalisch begleitete. Bild: Ulrike Spiegelhalter

Es falle ihr schwer, über ihre eigen Bilder zu sprechen, gab sie zu, nur so viel sei klar: in den Bildern spiele Farbigkeit die Hauptrolle. Das Thema habe so viele Aspekte und Facetten, von der Psychologie, über Kult bis hin zum gesellschaftlichen Bereich. Für sie als Therapeutin und Malerin seien die geisteswissenschaftlichen Aspekte von Farbe näher als die naturwissenschaftlichen, sagte sie und fuhr fort, dass über die Wirkung von Farben viel erforscht und gesagt worden sei.

Bedeutung der Farben

Dass den Farben Charaktereigenschaften zugeordnet würden, erläuterte sie dann ausführlich, etwa: Rot für Blut und Leben, Liebe und auch Hass, Blau für Meer, Himmel und Kühle, Gelb für Licht, Sonne, Gold, aber auch Gift, Grün – eine Mischfarbe aus blau und gelb – für Natur, Wiese, Wald, Schöpfung und Harmonie, Orange – zu gelb oder rot tendierend – für feurig, erregend, warm, Violett für Leidenschaft, Passion, aber auch Traurigkeit. Musikalisch begleitet wurde die Ausstellung von „Flautando Bernau“, dem Blockflötenensemble mit Beatrix Leppert, Andrea Rudolf und Albrecht Barth. Sie begeisterten durch das Musizieren auf verschiedenen Tenor- und Bassflöten aus verschiedenen Zeitepochen.

Die Ausstellung kann noch in der nächste Woche nach Anmeldung bei Bernadette Böll, Telefon 07675/14 79, besichtigt werden.