Ein dritter Kandidat hat seine Bewerbungsunterlagen abgegeben: Armin Spitz aus Bernau-Riggenbach will Bürgermeister von Bernau werden. In der Kommunalpolitik ist er als Gemeinderat zu Hause, auch in Vereinen der Gemeinde war und ist er aktiv.

Seit 17 Jahren arbeitet Armin Spitz bei einem Arbeitgeber, als Verbandsprüfer kontrolliert er Genossenschaftsbanken. Die Arbeit gefällt ihm. „Es geht mir nicht um den Beruf des Bürgermeisters, sondern um die Gemeinde“, sagt Spitz. Seit 2014 ist der verheiratete Vater dreier Kinder als Gemeinderat in der Kommunalpolitik aktiv. Das habe ihm eine ganz andere Sicht auf das Geschehen ermöglicht. Er wisse, dass eine kleine Gemeinde wie Bernau nur dann funktioniere, wenn alle Säulen, die sie tragen, verbunden sind und sich stützen.

Oberstes Ziel der kommunalpolitischen Arbeit sei es, dass Menschen auch in Zukunft in Bernau wohnen und arbeiten können. Die Landschaft sei ebenso wichtig wie Landwirtschaft, Handel, Gewerbe und Vereine. Hinter all dem stehen die Bürger, „also muss man alles auf sie ausrichten“. Die für die Gemeinde wichtigen Themenbereiche seien „wie ein magisches Vieleck“. Die Landschaft sei von der Landwirtschaft abhängig, die wie auch das Gewerbe eng mit dem Tourismus verbunden sei.

Als Bürgermeister sei es seine Aufgabe, die Lebensgrundlage für die Menschen zu erhalten und er wolle, dass es junge Bernauer auch in Zukunft zurück in ihren Heimatort zieht. Die Infrastruktur müsse ausgebaut, das Ziel, eine Sporthalle und ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen, müsste verfolgt werden. Er möchte aber nicht alles ändern – als Gemeinderat sei er in die Kommunalpolitik stark involviert und habe die wichtigen Entscheidungen der vergangenen Jahre mitgetragen. Aber es müsse alles auf den Prüfstand, sicher werde es immer wieder kleine Veränderungen geben. Als Beispiel nennt Spitz die Digitalisierung über den Aufbau des Glasfasernetzes hinaus, zum Beispiel in der Gemeindeverwaltung. Auch mit dem Biosphärengebiet müsse man sich stärker befassen, denn „wenn wir nicht steuern, werden wir gesteuert“. Bernau müsse weiter auf Regionalität setzen – sie sei ökologisch und ökonomisch sinnvoll.

Geboren ist Armin Spitz in Bernau-Innerlehen. In seinem Elternhaus lebten auch seine Großeltern, sein Großvater betrieb eine Holzschneflerwerkstatt. Nach der Schule in Bernau und St. Blasien absolvierte er eine Ausbildung zum Bankkaufmann und leistete Zivildienst. Während dessen absolvierte er das Fachabitur und später neben seiner Berufstätigkeit bei einer Bank ein Abendstudium zum Betriebswirt. Er wechselte zum Genossenschaftsverband, wurde Verbandsprüfer und ist heute nebenberuflich als Dozent tätig. In der Feuerwehr, dem Kirchenchor, der Trachtengruppe ist er aktiv, weiteren Vereinen in der Gemeinde gehört er an.