Einem überaus warmen Spätsommer im September ist in Bad Säckingen ein ausgeprägter Altweibersommer gefolgt und auf einen goldenen Oktober wie aus dem Bilderbuch ein zu kalter, zu trockener und sonnenscheinarmer November. Mit einem Niederschlagsdefizit von 141,4 Litern pro Quadratmeter (l/m²) fiel der normal temperierte und 85 Stunden zu sonnenscheinreiche Herbst wie 2020 erneut deutlich zu trocken aus.

Der September

Was die Sommermonate Juli und August in diesem Jahr nicht so recht geschafft hatten, leistete mit oft stabilem Sommerwetter der erste meteorologische Herbstmonat September. Mit neun Sommertagen, einem mehr als im August, war der September 2021 gegenüber der Norm von 1991 bis 2020 um 1,6 Grad Celsius (°C) zu warm, 46 l/m² zu niederschlagsarm und 40 Stunden (122 Prozent) zu sonnig.

Der Oktober

Im Gegensatz zum Oktober 2020 zeigte sich der diesjährige Bad Säckinger Oktober golden wie aus dem Bilderbuch. Der im Vergleich zur Norm von 1981 bis 2020 0,6 °C zu kühle und 53,3 l/m² zu niederschlagsarme mittlere Herbstmonat war mit einem Sonnenscheinüberschuss von 57 Stunden nach dem Oktober 2011 der zweitsonnigste Oktober seit Messbeginn 1966.

Der November

Der November war zu kalt, zu trocken und zu sonnenscheinarm. Mit 4,2 °C lag die Durchschnittstemperatur 1,1 °C unter der Norm von 1991 bis 2020. Bereits zum vierten Mal in Folge hat der November den langjährigen Niederschlag nicht erreicht, mit 53,4 l/m² war er 42,1 l/m² zu trocken und die Sonne schien an 52 Stunden 11,5 Stunden unter der Norm. Zum Start in den letzten Herbstmonat brachte die Kaltfront von Tief „Nael“ mit 16,6 l/m² Regen einen Wetterwechsel. Nach diesem Niederschlag wurde der langjährige durchschnittliche Jahresniederschlag um 1 l/m² übertroffen.

Nebel

Mit Unterstützung der Tiefs „Peter“ und „Rudolf“ blieb das trübe, feuchte Wetter bis zum 8. mit 8 l/m² Regen und Tagestemperaturen zwischen 10 und 8 °C erhalten. In den sternenklaren Nächten bildete sich typisch für herbstliche Hochdrucklagen vielfach Nebel oder Hochnebel, der sich am Vormittag auflöste. Danach schien die Sonne von einem stahlblauen Himmel. Mit minus 1,3 °C gab es am 9. den ersten Frosttag in diesem Herbst. Tief „Torben“ brachte am 13. etwas Schwung in die Wetterküche. Nachdem in den vergangenen Tagen ein Nebel-Sonnenmix herrschte, sorgte „Torben“ am 13. und 14. für starke Bewölkung und 8 l/m² Regen. Somit fielen in der ersten 0,3 °C zu warmen Halbzeit mit 31,6 l/m² erst 33 Prozent der Niederschlagsnorm und die Sonne schien an 37 Stunden schon 58 Prozent des Solls.

Sonne

Mit den Hochs „Valentina“ und „Uta“ startete die zweite Hälfte durch eine sich den ganzen Tag nicht auflösende Hochnebeldecke. Nach fünf sonnenscheinlosen Tagen in Folge erfreute Bad Säckingen sich am 18. bei Tagestemperaturen von 9 °C durch einen Ausläufer von Tief „Ulrich“ und das Zusammenspiel von etwas Wind, das das Nebelgrau durch Wolken ersetzte, an sieben Stunden Sonnenschein. Nach diesem nebelfreien Sonnentag war bis zum 21. mit einer sich nicht auflösenden Hochnebeldecke durch „Valentina“ wieder alles beim Alten. Die in der Nacht gebildete Hochnebeldecke löste sich im Gegensatz zu Schwörstadt, wo der nebelauflösende Möhlin-Jet wirkte, den ganzen Tag nicht auf.

Erster Schnee

Das Tief „Wolfgang“ sorgte am 22. für 0,6 l/m² Nieselregen, bevor Hoch „Walpurga“ mit ruhigem Hochdruckwetter ab dem 23. wieder für Dauergrau sorgte. Die ruhigen Hochdruckwetterlagen mit Nebel- und Hochnebel gehörten ab dem 26. unter dem Einfluss der Tiefs „Yilmaz“ und „Zeus“ der Vergangenheit an, denn pünktlich zum ersten Adventswochenende gab es am 26. den ersten kleinen Schneefall in diesem Herbst. Mit Tief „Andreas“ blieb Bad Säckingen die feucht-kühle Polarluft mit einzelnen Schneeschauern bis zum Monatsende erhalten, wobei es am 29. mit zwei Zentimetern die höchste Schneedecke des Monats gab.