Im Rahmen der Reihe „Sommergespräche ‚20“ war die Parlamentarische Staatssekretärin der Bundesministern für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit und SPD-Bundesabgeordnete, Rita Schwarzelühr-Sutter in ihrem Heimatkreis Waldshut unterwegs. Sie informierte sich darüber, wie die Region durch die Krise gekommen ist. Dabei besuchte sie Unternehmen, die an der Verwirklichung der Klimaziele arbeiten und die mit Fördergeldern aus dem Bundesministerium auf den Weg gebracht worden sind. Ihre Ziele am Dienstag waren das Rathaus in Laufenburg, das Zechenwihler Hotzenhaus im Murger Ortsteil Niederhof, sowie das Awo-Kaufhaus „SäckingHand“, in Wallbach.

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Bereits seit knapp zwei Jahren wird das „SäckingHand“ in der Rheinvogtstraße in Wallbach von der Arbeiterwohlfahrt (Awo) betrieben. Das Kaufhaus bietet die Gelegenheit, günstig einzukaufen und beugt nachhaltig vor, dass die Gegenstände zu schnell weggeworfen werden. Dieser nachhaltige Gedanke, war der Grund, warum der Weg der Bundestagsabgeordneten, auch nach Wallbach geführt hat. „Diese Einrichtung ist gelebter Umweltschutz„, so Rita Schwarzelühr-Sutter. „Hier wird dafür gesorgt, dass sich der Lebenszyklus der Dinge verlängert“.

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Rund eine Stunde lang führte Jürgen Albiez, der Leiter der Awo-Kaufhauses, neben der Bundestagsabgeordneten, auch Bürgermeister Alexander Guhl, die beiden stellvertretenden Awo-Kreisvorsitzenden Michael Rohrer und Kerstin Guhl sowie den SPD-Ortsvorsitzenden und Gemeinderatsmitglied, Alexander Wunderle, durch die Einrichtung. Obwohl seit fast zwei Jahren in Wallbach, hat die Einrichtung der Arbeiterwohlfahrt immer noch mit den Vorurteilen zu kämpfen, dass nur Bedürftige dort einkaufen dürften. Auch die fehlende Laufkundschaft sorgt dafür, dass viele das Awo-Kaufhaus gar nicht kennen. „Unser Ziel ist es, uns bekannter zu machen“, erklärt Jürgen Albiez. Einige Projekte waren bereits im Plan, dann kam Corona. „Knapp zwei Wochen waren wir komplett geschlossen, dann haben wir einen ‚Take away‘ eingerichtet“, so Albiez weiter.

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Inzwischen bietet das „SäckingHand“-Kaufhaus sechs Langzeitsarbeitslosen einen Arbeitsplatz. Hinzu kommen eine Stelle für einen Mitarbeiter aus der Caritas-Werkstatt und 18 ehrenamtlichen Mitarbeiter. Insgesamt an drei Tagen in der Woche ist das Awo-Kaufhaus geöffnet. „Unser Ziel sind vier Tage in der Woche“, so Albiez weiter. „Doch dazu fehlen uns noch Mitarbeiter“.

Gerade in der Zeit von Homeschooling waren PC‘s der Renner. Ansonsten ließe sich kein Schwerpunkt festlegen, welcher Artikel besonders beliebt sei. „Mal sind es Bücher, dann Kleidung oder Elektrogeräte“, erklärt der Einrichtungsleiter. Bis zu 120 Kunden pro Öffnungstag zählt die Einrichtung. „Immer nur neu und dann wegwerfen, das funktioniert nicht“, ist sich die Abgeordnete sicher. „Jedes Teil hat ein Recht auf Reparierbarkeit“.

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