Im Mittelpunkt der Sitzung des Rippolinger Ortschaftsrates stand die Anhörung zur Erweiterung eines Wohnhauses, Flurstücknummer 540, am Ziel 12. Nach Angaben der beiden Bauherren soll das Gebäude der Eigennutzung dienen. Davon waren die zahlreichen anwesenden Anwohner nicht überzeugt, da bereits zwei Häuser an eine Firma zur Unterbringung von Mitarbeitern vermietet sind.

Lärm stört Anwohner

Die Nachbarschaft befürchtet in einer sehr emotional geladenen Atmosphäre, dass der Wohnungsanbau in dem reinen Wohngebiet wieder gewerblich genutzt werden könnte. Schon seit Jahren bemängeln die Anwohner den Lärm, dem sie durch die Arbeiter ständig ausgesetzt sind. Dazu kommt, dass die Straße mit deren Autos zugeparkt ist. Bei einem Notfall ist es den Rettungsdiensten unmöglich, die Straße zu nutzen, da die Rettungswege versperrt sind.

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Ortsvorsteher Franz Stortz schlug vor, in einer Nebenbestimmung der Baugenehmigung den Eigenbedarf des Gebäudes als ausschließlichen Wohnraum für die Bauherren festzuschreiben. Die Ortschaftsräte solidarisierten sich mit den Anwohnern und wiesen darauf hin, dass die Bauherren ein Haus, das vermietet ist, für Wohnzwecke nutzen könnten. Dadurch würde der Erweiterungsbau hinfällig.

Entscheid bei Baurechtsbehörde

Aus diesem Grund sprachen sich alle Ortschaftsräte einstimmig gegen die beantragte Erweiterung des Wohnhauses aus. Die Baurechtsbehörde hat nun die Aufgabe, das Votum der Rippolinger Ortschaftsrates zu würdigen und eine Entscheidung zu treffen.

Neubau von drei Wohnhäusern

Auf der Tagesordnung stand außerdem eine Bauvoranfrage, die den Neubau von drei Wohnhäusern betrifft, Flurstücknummer 2 2/1. Dabei handelt es sich um die Bebauung von drei Grundstücken rund um das schon bestehende Gebäude. Grundsätzlich sprach sich die Mehrheit des Ortschaftsrates für eine Bebauung der Flächen aus, da in diesem Fall kein Bebauungsplan besteht, es sich um eine Mischfläche handelt und es wünschenswert ist, Baulücken im Ort zu schließen.

Stortz gab bekannt, dass mit der Stadtarchivarin Eveline Klein die Bestände des Archivs gesichtet und katalogisiert werden. Dies ist auch für die 650-Jahrfeier von Bedeutung. Informationen erteilt die Ortsverwaltung per E-Mail (rippolingen@bad-saeckingen.net) oder Telefon 07761/2826.

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