Gerd Leutenecker

Die Musikschule Bad Säckingen hat im vergangenen Jahr als kommunale Bildungseinrichtung einen Rückgang der Schülerzahlen erlebt. Nur noch 1223 Personen haben Kurse belegt. Bei der Zweckverbandssitzung der beteiligten Kommunen am Freitagmorgen im Schloss Schönau stand die Finanzplanung im Mittelpunkt.

Schulleiter Manuel Wagner brachte zunächst die Eindrücke des vergangenen Jahres den Teilnehmer näher. „Wir waren fleißig, die Kinder haben den Bedarf und den Spaß am Musizieren“, sagte Wagner. In Murg konnten neue Unterrichtsräume bezogen werden. Am Scheffel-Gymnasium ist mit den Bläserklassen der musische Zug gestärkt worden. Für Rickenbach und Herrischried ist eine Orchester- und Gitarrenklasse eingeführt worden. Das alles in Kooperation mit der Musikschule Bad Säckingen. „Wir installieren etwas Neues, wo andernorts eher aufgegeben wird“, summierte Wagner die Fortschritte.

Geschäftsführerin Bettina Huber (rechts) und Schulleiter Manuel Wagner (links) gaben den Trägern des Zweckverbands Musikschule Bad ...
Geschäftsführerin Bettina Huber (rechts) und Schulleiter Manuel Wagner (links) gaben den Trägern des Zweckverbands Musikschule Bad Säckingen einen ausführlichen Rechenschaftsbericht. Die Bürgermeister und Landrat Martin Kistler (4. von links) schätzen die Arbeit und sehen die kommunale Bildungseinrichtung als wertvolle Pfründe für die Zukunft. | Bild: Gerd Leutenecker

Der Verbandsvorsitzende Alexander Guhl dankte für die geleistete Arbeit: „Das ist für unser gesellschaftliches Leben unverzichtbar.“ Wider Erwarten konnte das abgelaufene Rechnungsjahr mit einem Plus abgeschlossen werden. Geschäftsführerin Bettina Huber erläuterte die Gründe dafür: „Corona hat einiges nicht zugelassen, was dann auch nichts gekostet hat“. Ihr Augenmerk lag aber auch auf dem Rückgang der Kursbelegungen. 233 Personen weniger seien zu viele, hier müsse wieder das alte Niveau erreicht werden. Für die Instrumentenbeschaffung wird 2023 mit über 40.000 Euro gerechnet. Eine Tuba kostet heute fast 4000 Euro, eine Querflöte über 600 Euro. Ziel dabei ist, dass zwei komplette Klassensätze für Bläserklassen vorhanden sind.

Die Umstellung der Umlageberechnung wurde mehrheitlich begrüßt. Bisher waren die Belegungszahlen pro Kommune maßgeblich. Jetzt werden die vergüteten Jahreswochenstunden als Grundlage genommen. Einzig die Stadt Laufenburg sprach sich gegen die Änderung aus. Bürgermeister Ulrich Kriege kommentierte: „Wir zahlen jetzt mehr für die gleiche Leistung, daher Nein“. Über 9000 Euro muss Laufenburg mehr bezahlen. Bad Säckingen wird knapp 97.000 Euro, Wehr 41.500 und Laufenburg knapp 25.000 Euro Umlage zahlen. Vom Landkreis kommen 210.000 Euro.

Christian Mirbach (Bildmitte) scheidet als stellvertretender Schulleiter der Musikschule aus. Zweckverbandsvorsitzender Alexander Guhl, ...
Christian Mirbach (Bildmitte) scheidet als stellvertretender Schulleiter der Musikschule aus. Zweckverbandsvorsitzender Alexander Guhl, Schulleiter Manuel Wagner und Landrat Martin Kistler dankte für die geleistete Arbeit und dem weiterentwickeln der Musikschule. | Bild: Gerd Leutenecker

Christian Mirbach wird sich zukünftig nur noch als Musiklehrer betätigen und gibt das Amt als stellvertretender Schulleiter auf. Guhl dankte für „jahrzehntelange Arbeit, Sie strahlen eine Grundzufriedenheit aus“.