In kleinem Rahmen ist die erste Wechselausstellung „Bad Säckinger Motive“ im Trompeterschloss eröffnet worden. Obwohl das Schloss aufgrund der Pandemie weiterhin geschlossen bleiben muss und die Ausstellung noch nicht besichtigt werden kann, wollten Bürgermeister Alexander Guhl, der Leiter des Tourismus- und Kulturamtes Thomas Ays und die neue Schlossverwalterin Stefanie Brand nicht auf die Eröffnung verzichten. Dass es im Schloss künftig wieder Ausstellungen auf Zeit gibt, ist Teil des neuen Schlosskonzeptes, dass die Stadtverwaltung erarbeitet und umgesetzt hat.

Keine ganz neue Idee

Dass es im Schloss Wechselausstellungen gibt, ist nicht neu. Bevor das Trompetenmuseum 1985 gegründet wurde, wurden dort bereits regelmäßige Wechselausstellungen vom Kunstverein Hochrhein gezeigt, der mittlerweile die „Villa Berberich“ dafür nutzt. Jetzt soll an diese Tradition angeknüpft werden, damit das Schloss nicht nur für Gäste, sondern auch für Einwohner attraktiv bleibt und sie sich für einen Besuch begeistern. „Das Schloss ist für die Bürger da“, ist Bürgermeister Alexander Guhls Meinung. Denn: „Viele Bürger identifizieren sich mit ihrer Stadt.“

Rund 70 Werke von etwa 30 Künstlern zeigen eine Bandbreite von Bad Säckinger Ansichten aus der Historie, der Neuzeit und aus der Sicht von Kindern. Das älteste Werk ist ein Merian-Stich aus dem 16. Jahrhundert. Die Ausstellung „Bad Säckinger Motive“ ist ein Ergebnis, das die Neukonzeption des Schlosses hervorgebracht hat. Die Zwangspause hat die neue Schlossverwalterin Stefanie Brand genutzt, um Schränke, Kisten oder Kommoden aus- und aufzuräumen. Auch das Bildarchiv wurde gesichtet. „Es war erstaunlich, was dabei alles hervorkam“, sagt Leiter Thomas Ays vom Tourismus- und Kulturamt.

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Schnell war die Idee geboren, die Bilder der Öffentlichkeit vorzustellen. Zu den Werken aus dem Bildarchiv gesellen sich Leihgaben Bad Säckinger Bürger. Dazu ist ein Aufruf über die sozialen Medien gestartet worden, wer seine eigenen Schätze in der Ausstellung als Leihgabe präsentieren möchte. „Gleichzeitig haben wir die Grundschulen angeschrieben und sie dazu motiviert, Skulpturen oder Bilder mit Bad Säckinger Motiven herzustellen“, so Stefanie Brand. Die Ergebnisse, die die Kinder der Grundschule Obersäckingen und Josef-Anton-Sickinger-Grundschule Rippolingen präsentieren, können sich sehen lassen. Ihre Würdigung erfahren sie dadurch, dass die Kinder bei ihrem Besuch mit ihren Familien ihre Werke zwischen bekannten Namen wie Werner Dietz, Frowald Häusler oder Hans Thoma wiederfinden werden.

Drei Monate offen

Sobald die Museen in Deutschland wieder öffnen dürfen, ist auch die Ausstellung im Schloss zu besichtigen. Parallel kann die Ausstellung über „Museum digital“, online besucht werden. „Wir warten auf das Go“, sagt Ays. Ist es soweit, ist die Ausstellung für drei Monate im Schloss zu sehen. Beim Besuch der Wechselausstellung können die Besucher nach der Bezahlung des Eintritts auch einen Rundgang durch die anderen Museen im Schloss machen.