Waldarbeiterfeuer sind generell eine heikle Angelegenheit – und selbst bei regelmäßiger Kontrolle können sich daraus unversehens gefährliche Situationen ergeben. Ein Flächenbrand am Mittwoch am Ortsausgang von Harpolingen ist dafür ein deutliches Beispiel.

Hier wurde die Feuerwehr zum Brand einer gut 150 Quadratmeter großen Stücks Wiese gerufen. Die 25 Feuerwehrleute der Abteilungen Bad Säckingen, Harpolingen und Rippolingen löschten den Brand zwar mit reichlich Wasser innerhalb kurzer Zeit und legten sicherheitshalber eine Schneise zum Wald hin an.

Doch seien die Gesamtumstände des Brandes durchaus außergewöhnlich, wie Stadtkommandant Tobias Förster im Gespräch mit unserer Zeitung erklärte. Denn: Das Feuer war von Waldarbeitern am Montag entzündet und gut gehegt worden. „Mehrfach wurde kontrolliert, dass es abgebrannt und am Ende ausgegangen ist. Und dennoch ist es nach zwei Tagen plötzlich wieder aufgeflammt“, so Förster.

Was genau das Feuer wieder angefacht hat, sei unklar. Es zeige sich allerdings, dass ein Feuer noch lange im Waldboden weiterkokle, wenn an der Oberfläche längst nichts mehr zu sehen ist. Daher mahnt Förster zu großer Vorsicht, wenn es um das Verbrennen von Gehölz im Wald geht: „Jetzt beginnt die trockenste Phase des Jahres. Aber die Situation ist aufgrund der veränderten klimatischen Verhältnisse inzwischen das ganze Jahr über kritisch.“ Bestenfalls sollten Waldarbeiter daher komplett auf Feuer verzichten.

Da dies in der Praxis natürlich nicht immer möglich sei, sollte vor dem Entzünden eines Feuers im Wald zumindest Rücksprache mit Behörden gehalten werden, rät der Stadtkommandant. Außerdem sollte eine Feuerstelle nie aus den Augen gelassen und beim Verlassen am Besten gelöscht werden, um unangenehme Folgen zu vermeiden.