Im August vergangenen Jahres trat der Ortschaftsrat Franz Stortz die Nachfolge des damaligen Ortsvorstehers Friedrich Schupp an. Bereits ein Jahr zuvor fragten ihn CDU-Ortschaftsräte, ob er bereit sei, diese Stelle zu besetzen, da aus ihren Reihen kein Kandidat zur Verfügung stehe, obwohl die CDU die Mehrheit im Ortschaftsrat innehatte.

Sein Entschluss, sich der Verantwortung zu stellen, begründet Stortz damit, dass die damaligen erfahrenen Ortschaftsräte sich zur Wiederwahl stellten, er sich in Rippolingen wohl fühlt und die familiäre Situation eine neue Herausforderung zuließ. Bereut hat er seine Entscheidung nicht, denn mit dem Ortschaftsrat verbindet ihn eine konstruktive Zusammenarbeit.

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Dabei hat er stets ein offenes Ohr, was die Bewohner des Ortes bewegt. Dazu diente auch ein Bürgerdialog im November 2019. Unter der Zielsetzung einer lebenswerten Zukunft für das Dorf, standen die Themenbereiche Natur, Gesundheit, Mobilität sowie die 650 Jahrfeier im Jahr 2022 im Mittelpunkt der Veranstaltung.

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Größten Handlungsbedarf sahen die Anwesenden bei der Vorbereitung des Dorfjubiläums. Sie wünschten sich einen generationsübergreifenden Treffpunkt und ein räumlichen Angebot für die Jugend. Ferner forderten sie Maßnahmen zur Einhaltung der zulässigen Geschwindigkeit in der Ortsdurchfahrt und in der Kapellenstraße. Bei einigen Punkten konnte der Ortschaftsrat Lösungen auf den Weg bringen. Was das zu schnelle Fahren auf der Ortsdurchfahrt anbetrifft, sollen Geschwindigkeitstafeln Abhilfe schaffen. Beim Treffpunkt für die Jugendlichen wird noch ein geeigneter Standort geprüft.

Gerade die aktiven Vereine sowie Initiativen von Bürgern zu fördern und zu vernetzen sowie die Infrastruktur zu erhalten, sieht Stortz als eine bedeutende Aufgabe des Ortsvorstehers. So soll im nördlichen Bereich des Parkplatzes vor dem Rathaus den Kindern des Kindergartens eine Spielmöglichkeit angeboten sowie die Toiletten und Duschen des Kindergartens instand gesetzt werden. Bei der Schule besteht ein Teil des Pausenhofes nur aus einem Sandplatz. Bei Nässe kann er von den Schülern nicht benutzt werden. Hier kann ein Pflasterbelag Abhilfe schaffen.

Synergieeffekt zu nutzen ist für Stortz ein Gebot in Zeiten leerer Kassen. Er freut sich, dass durch gemeinsame Nutzung der Büroräume im Rathaus von Kindergarten und Ortsverwaltung 120.000 Euro eingespart werden konnten. Denn damit entfällt der Anbau für den Kindergarten.

Großen Wert legt Stortz auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen aus Harpolingen. So finanzieren beide Ortschaften die Pflege der neu gepflanzten Bäume am westlichen Dorfrand von Harpolingen oder unterstützen das Betreuungsangebot der Schulkinder aus beiden Orten während der Sommerferien. Als Zukunftsvision stellt sich Stortz eine Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien im Dorf vor. Bisher werden jährlich 432.000 Kilowattstunden Solarstrom produziert. Dies deckt den Energiebedarf von 50 Prozent der örtlichen Bevölkerung.

Kontakt in Corona-Zeiten

Infolge des Coronavirus ist die Ortsverwaltung während der Öffnungszeiten, auch in den Osterferien, besetzt, aber nur telefonisch erreichbar. Um ältere oder alleinstehende Mitmenschen zu unterstützen, haben 25 Personen aus dem Ort bei Bedarf ihre Hilfe angeboten. Damit bei dringenden Entscheidungen der Ortschaftsrat handlungsfähig bleibt, bleiben die Ratsmitglieder digital (WhatsApp) in Kontakt. Im Bad Säckinger Gemeinderat trifft ein Ältestenrat aus Vertretern der im Gemeinderat befindenden Parteien, nach Absprache mit den jeweiligen Gemeinderäten, die Entscheidungen.

Viele Termine wie beispielsweise ein weiterer Bürgerdialog, die Vorbereitung des Dorfjubiläums oder die Weiterführung des Themas Bürgerbus zusammen mit Harpolingen, mussten laut Stortz aufgrund der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Er selbst schützt sich vor dem Virus damit, dass er die Kontakte auf ein Minimum beschränkt und die Auflagen erfüllt. Kraft schöpft Stortz aus der Gartenarbeit, dem Radfahren und dem Aufenthalt in der Natur Als Lehrer unterrichtet er seine Schüler digital. Über Emails erhalten sie Aufgaben, die sie bearbeiten und an ihn zurücksenden.

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