Eine Woche ohne. Ohne Papier, Strom, Abfall und Fleisch, Hass und Auto (Lehrer und Eltern). Eine Woche hat sich die Wallbacher Flößerschule darin geübt, wie es ist, einen Tag lang auf Dinge zu verzichten, die inzwischen so selbstverständlich sind. „Dies ist ein guter Weg zu zeigen, in welchem Komfort wir leben“, erklärte die Schulleiterin der Grundschule, Christine Berchtold. Das aktuelle Schuljahr steht unter dem Thema „Klimaschutz“. Die einwöchigen Projekttage waren eine gute Gelegenheit, um diesen praktisch zu lernen.

Die erste Hälfte

Am ersten Projekttag verzichteten die Kinder auf Arbeitsblätter und auch der Kopierer hatte Pause an diesem Tag. Der Dienstag ohne Strom war wohl die größte Herausforderung, nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Lehrerinnen der Schule. „Es war komisch, die Schule so im Dunkeln zu sehen, wo sie sonst hell erleuchtet ist“, erklärte die Schulleiterin. Am stromfreien Dienstag sollten auch die Computer nicht eingeschaltet werden. Am Mittwoch waren die Kinder dazu aufgerufen worden, ihre Pausenbrote unverpackt in einer Vesperdose mitzubringen. Auch die Getränke sollten am Tag ohne Abfall in Flaschen abgefüllt sein. „Es waren trotzdem Kinder mit dabei, die ihre Trinkpäckchen mit dabei hatten“, sagte Christine Berchtold.

Der Abschluss

Am Donnerstag stand das Motto „Ohne Hass“ auf dem Programm. Die Kinder und Lehrerinnen sprachen darüber, was jeder zu einem guten Schulklima beitragen kann. Am Freitag dann kamen die Kinder und die Lehrerinnen alle zu Fuß, mit dem Rad oder Roller oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Schule. Denn an diesem Tag sollten alle das Auto zu Hause stehen lassen. „Die Kinder sollten sich auch nicht mit dem Auto zur Schule bringen lassen“, so die Schulleiterin. Ein Drittklässler machte sich sogar mit dem Rad auf dem Weg von Öflingen nach Wallbach. „Das hat mich besonders beeindruckt“, freute sich Christine Berchtold.

Die Bilanz

Mit dem Ablauf der Projektwoche ist die Schulleiterin zufrieden. „Wir können die Kinder natürlich schon ein wenig sensibilisieren, aber als Schule allein ist das nicht machbar“, zieht Christine Berchtold Bilanz. „Auch die Eltern müssen mitziehen“, sagt sie.