Eine großangelegte Suchaktion mit etwa 120 Einsatzkräften hat ein Vorfall am Rhein zwischen Bad Säckingen und Schwörstadt hervorgerufen. Dort suchten Feuerwehr, THW, DLRG, DRK und Polizei sowie die Schweizer Rettungsorganisationen in der Nacht auf Freitag stundenlang nach zwei mutmaßlich vermissten Männern. Gegen 2 Uhr musste die Suche allerdings erfolglos abgebrochen werden. „Zum jetzigen Zeitpunkt besteht eigentlich kaum noch Hoffnung, die Vermissten lebend zu finden“, erklärte Polizeisprecher Mathias Albicker auf Nachfrage.

Laut Albicker war am Donnerstagabend gegen 22.20 Uhr eine Meldung bei der Polizei eingegangen, dass ein junger Mann an der Rheinpromenade aufgefallen war, der offenbar auf der Suche nach einem Freund war, der im Rhein schwimmen war. „Der Mann sei dann selbst ins Wasser gesprungen.“ Nach einigen Metern habe eine Zeugin den Sichtkontakt auf den Mann verloren. Vermutlich sei er untergegangen. „Am Ufer wurden persönliche Gegenstände eines 24-Jährigen gefunden. Wir gehen davon aus, dass es sich hierbei um einen der Vermissten handelt.

Die Feuerwehr war bereits nach wenigen Minuten vor Ort und begann eine umfangreiche Suchaktion, wie Stadtkommandant Tobias Förster im Gespräch mit unserer Zeitung schilderte: „Wir waren nicht nur mit sieben Booten auf dem Wasser unterwegs, sondern wurden aus der Luft per Helikopter und Drohnen unterstützt“, so Förster. Entlang des Ufers zwischen Bad Säckingen und Schwörstadt waren beidseits des Rheins an die 120 Feuerwehrleute im Einsatz.

Das größte Problem bei Suchaktionen auf dem Rhein sei laut Förster die Fließgeschwindigkeit des Wassers: „Wenn wir nach zehn Minuten ankommen, beträgt der Suchradius bereits einen Kilometer.“ Je länger sich die Suche hinziehe, desto größer werde folglich das Suchgebiet – und desto geringer die Erfolgsaussichten. „Wir haben zwar nach den Vorfällen der vergangenen Jahre reagiert und die Aufteilung des Rheinabschnitts systematisiert und besser organisiert. Das ist aber leider kein Erfolgsgarant.“

Letztlich musste gegen 2 Uhr aufgegeben werden, bedauerte Förster. Laut Mathias Albicker fehlt von den Vermissten bis jetzt jede Spur. Aktuell sei nur noch ein Boot der Wasserschutzpolizei auf dem Rhein unterwegs.

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