Für die Stadt als Bußgeldstelle kommt jedes Jahr ein erkleckliches Sümmchen zusammen. Das Rechtsamt der Stadt hat jetzt die Zahlen des vergangenen Jahres veröffentlicht. Personen, die es mit dem Gesetz nicht ganz genau genommen haben, haben den Stadtsäckel 2021 mit 412.000 Euro gefüllt. Darunter Raser, Falschparker, Maskenverweigerer, daneben stellte die Bußgeldstelle der Stadt aber auch Verstöße gegen das Waffenrecht fest, Verstöße wegen illegaler Müllentsorgung, Hundehaltung, sogar Verstöße gegen die Schulpflicht gab es. Unter Strich zählte das Rechtsamt im vergangenen Jahr mehrere tausend Ordnungswidrigkeiten.

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3000 Autofahrer waren zu schnell

Der dickste Brocken, es wieder keinen wundern, ist Jahr für Jahr der Verkehr. Die meisten Verstöße gab es hier. Im Straßenverkehr herrschte offenbar immer noch die geringste Einsicht in die Sinnhaftigkeit von Regeln. Beispiel Tempo: Bei 63 Geschwindigkeitsmessung in der Stadt wurden im letzten Jahr rund 3000 Tempoverstöße festgestellt.

In der Wallbacher Hauptstraße wurde letztes Jahr eine Messtafel aufgestellt. Wenn an solchen Tafeln erhebliche Überschreitungen ...
In der Wallbacher Hauptstraße wurde letztes Jahr eine Messtafel aufgestellt. Wenn an solchen Tafeln erhebliche Überschreitungen registriert werden, dann stellt das Ordnungsamt hier auch schon mal das mobile Radargerät auf. Das Bild entstand bei der Montage im Februar 2021 mit (von links) Katja Meroth (Ordnungsamt), Norbert Lüthe (Technischer Dienst) und Fred Thelen (Ortsvorsteher). | Bild: Gerd Leutenecker

Wie werden die Messtellen ausgesucht?

Nach Mitteilung der Bußgeldstelle kommt das mobile Radargerät unter anderem dort zum Einsatz, wo es häufig Beschwerden von Anwohner gibt. Auch an Unfallschwerpunkten wird das Radargerät aufgestellt, wenn hier zu hohes Tempo zu den Unfallursachen gehört. Ebenso wird wiederum häufig in Bereichen mit hoher Fußgängerfrequenz geblitzt, etwa in der Nähe von Zebrastreifen, Kindergärten und Schulen. So ist das mobile Blitzgerät häufig in der Schulhausstraße bei der Anton-Leo-Schule anzutreffen.

In der Fricktalstraße, B 518, ist der eine und andere gerne mal etwas zügiger unterwegs als erlaubt. Auch hier steht ab und an das ...
In der Fricktalstraße, B 518, ist der eine und andere gerne mal etwas zügiger unterwegs als erlaubt. Auch hier steht ab und an das mobile Radargerät. | Bild: Mario Wössner

Demnächst werden zwei stationäre Radarsäulen aufgestellt

Im Frühjahr erhielt die Stadt ein neues mobiles Messgerät, weil der TÜV das Alte letztes Jahr aus dem Verkehr gezogen hat. Gleichzeitig hatte der Gemeinderat auch Gelder für die Anschaffung von zwei stationären Mess-Säulen freigegeben. Es steht bereits fest, wo sie aufgestellt werden, denn die Fundamente sind schon gegossen: Ein Radargerät wird in der Tempo-30-Zone vor der evangelischen Kirche an der Waldshuter Straße stehen, das andere an der Schaffhauser Straße, Höhe Raiffeisenmarkt. Doch noch sind sie nicht montiert.

Zone 30 gilt in der Innenstadt zwischen Schulhausstraße, Alte Basler Straße und Waldshuter Straße. In den Straßen steht häufig das ...
Zone 30 gilt in der Innenstadt zwischen Schulhausstraße, Alte Basler Straße und Waldshuter Straße. In den Straßen steht häufig das mobile Radargerät. | Bild: Mario Wössner

Soviele Führerscheine wurden kassiert

Im Zuge der Verkehrsüberwachung hat die Stadt Bad Säckingen bei besonders heftigen Verstößen auch die Einbehaltung von Führerscheinen angeordnet. Das war 31 Mal der Fall. In zwei Fällen wurden Führerscheine freiwillig aus Altersgründen zurückgegeben.

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Katja Meroth und ihre Kollegin vom Gemeindevollzugsdienst Bad Säckingen auf Corona-Streife über den Wochenmarkt in der Schützenstraße. ...
Katja Meroth und ihre Kollegin vom Gemeindevollzugsdienst Bad Säckingen auf Corona-Streife über den Wochenmarkt in der Schützenstraße. Das Bild entstand im 17. November 2021. | Bild: Mario Wössner

Corona-Sünder zahlen 81.300 Euro

Auch Verstöße gegen die Corona-Verordnung waren 2021 ein Schwerpunkt des Rechts- und Ordnungsamtes. Unbelehrbare sorgten erneut für jeden Menge Arbeit des städtischen Vollzugsdienstes. Insgesamt zählt die Statistik 456 Verstöße, das waren 105 mehr als im ersten Coronajahr 2020. Die verhängten Bußgelder belaufen sich auf 81.300 Euro. Insgesamt waren vom Vollzugsdienst rund 700 Personen kontrolliert worden. Einige Beispiele: Es gab 245 Verstöße gegen das Ansammlungsverbot, 55 Verstöße gegen die Ausgangssperre, 58 Verstöße gegen die Corona-Einreiseverordnung, 32 Verstöße gegen die 3G/2G/2G+-Regelung, zwölf Verstöße gegen die Maskenpflicht und neun gegen die Absonderungspflicht.