Im Alter von 64 Jahren ist Bülent Beskaya verstorben. Bekannt war er in der Region insbesondere aufgrund seines breiten sozialen und politischen Engagements, das er in den vergangenen Jahren beruflich wie auch ehrenamtlich ausübte – häufig auch an vorderster Front. Einen Namen machte er sich insbesondere als Vorsitzender des Stadtseniorenrates, stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender der SPD und durch seine breit gefächerte Tätigkeit bei der Awo.

Als Sohn türkischer Gastarbeiter war Beskaya einst nach Deutschland gekommen, hatte nahe Schwäbisch-Hall seine Mittlere Reife und eine berufliche Ausbildung absolviert. Irgendwann sei aus beruflichen Gründen der Umzug nach Bad Säckingen erfolgt, erzählte Beskaya vor einigen Jahren. „Seine türkischen Wurzeln mit seiner deutschen Heimat zu verbinden“, das bezeichnet der Bad Säckinger SPD-Vorsitzende Alexander Wunderle als großes Herzensanliegen Beskayas, der eine Frau, eine Tochter und einen Enkel hinterlässt.

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Unaufdringlich, immer mit einer Prise feinen Humors und dennoch zielstrebig, so kannte man den Verstorbenen. Er setzte sich bis zuletzt als Integrationsmanager der Awo dafür ein, Flüchtlingen in Bad Säckingen den Start in ein neues Leben zu erleichtern. Auch ehrenamtlich war er im Awo-Ortsverein tätig, auch als Vorstandsmitglied.

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Erst vor gut drei Jahren trat er der SPD bei, war aber auch hier mit Begeisterung und Einsatzbereitschaft bei der Sache, wie Alexander Wunderle anerkennend festhält. 2018 übernahm er umgehend den stellvertretenden Vorsitz, ein Amt, das er erst vergangenen Freitag zur Verfügung stellte. Er war federführend in der Veranstaltungsorganisation tätig, kandidierte vergangenes Jahr für Kreistag und Gemeinderat, war Delegierter – „und einfach ein guter Freund und Vertrauter“, attestiert Wunderle im Gespräch mit unserer Zeitung: „Er hat viel bewegt, war aber unglaublich bescheiden. Er wird fehlen.“