Im Alter von 83 Jahren ist bereits am Dreikönigstag Karl Hinrich Medau verstorben. Der gebürtige Berliner war mit seinem Ikema-Ingenieurbüro über Jahrzehnte hinweg in Bad Säckingen tätig. Spuren hinterließ er in der Stadt auch durch sein ehrenamtliches Engagement. Für Furore sorgte Medau Ende der 90er Jahre, als er aufgrund einer kritischen Anzeigenkampagne gegen seine Partei und deren Mandatsträger im Vorfeld zur Bundestagswahl 1998 aus der CDU ausgeschlossen wurde.

Karl Hinrich Medaus Leben war unterdessen durchweg von Reisen und Veränderungen geprägt. Am 4. November 1937 in Berlin geboren war er nach Ende der Schulzeit und der Ausbilder im Töpfer- und Hafnerhandwerk im In- und Ausland bei verschiedenen Betrieben tätig, ehe er ein Ingenieurstudium im Bereich Keramik und Maschinenbau in Höhr-Grenzhausen machte.

1968 heiratete er seine Frau Ulla. Das Paar bekam einen Sohn. 1970 machte er sich selbstständig und gründete in Mailand in Italien ein eigenes Ingenieurbüro.

Nach elf Jahren erfolgte der Umzug nach Murg und schließlich nach Bad Säckingen. Hier eröffnete er 1983 wiederum ein eigenes Ingenieurbüro, dem er auch noch einen Musikverlag anschloss. Daneben war er unter anderem Gründungsmitglied des Freundeskreises Santeramo.