Um die Vierbeiner wird sich am Hochrhein trotz Corona-Krise in den Tierarztpraxen am Hochrhein gekümmert. Dabei sind die Arbeitsbedingungen für das Ärzteteam in Wehr alles andere als normal, das Management der Abläufe in der Klinik in der Krisensituation hat sich vor allem für die Kunden spürbar verändert. Jeder Termin muss telefonisch vereinbart werden, dabei wird das Vorgehen besprochen und abgewogen, ob eine Behandlung eventuell aufgeschoben werden kann. Aber manches lässt sich nicht aufschieben, wie zum Beispiel auch Impfungen: „Wenn Impfungen fällig sind, müssen sie zeitnah gemacht werden“, erklärt Kerstin Stubbe, „sonst ist der Impfschutz nicht mehr gewährleistet“.

Teamwork bei der Untersuchung: Tierärztin Kerstin Stubbe (links) mit Sophia Hirzle, Tiermedizinische Fachangestellte.
Teamwork bei der Untersuchung: Tierärztin Kerstin Stubbe (links) mit Sophia Hirzle, Tiermedizinische Fachangestellte. | Bild: Tierklinik Partners

Im Kleintierbereich wird das Wartezimmer nicht mehr benutzt. „Die Kunden kommen mit ihren Tieren und melden sich am Fenster“, berichtet Kerstin Stubbe, „rein geht´s im Moment nicht“. Eine Helferin nimmt das zu behandelnde Kleintier an der Tür ab und übergibt es zur Behandlung dem Tierarzt. Die Kunden müssen vor der Praxis oder im Auto warten. Das Ergebnis der Untersuchung wird entweder draußen vor der Klinik oder auf telefonischem Wege mit dem Besitzer besprochen. „Wir behandeln die Patienten soweit es möglich ist ohne Besitzer“, so Stubbe. In der Klinik ist alles streng getrennt. „Wir versuchen, in der Klinik die Abstände untereinander einzuhalten“, sagt die Tierärztin.

Das könnte Sie auch interessieren

Desinfektionsmittel und Mundschutz sind selbstverständlich. Auch die Pferdepraxis am Standort in Wehr wird weiterhin aufrecht gehalten, ebenso die Pferdefahrpraxis zu außenliegenden Pferdehöfen – letzterer mit denselben Auflagen wie in der Praxis. Konkret: Der Tierbesitzer hält das Pferd am Kopf, so dass die Ärzte mit Abstand am Tier arbeiten können. Die Kundenfrequenz in der Tierklinik Partners ist laut Kerstin Stubbe nicht dramatisch eingeknickt.

Arbeitsabläufe der Corona-Krise angepasst

Die Arbeitsabläufe haben auch andere Tierarztpraxen der Corona-Krise angepasst. Und sie sind größtenteils identisch: Die Wartezimmer darf, wenn überhaupt, nur eine einzige Person betreten. In der Regel gilt jedoch: „Die Leute warten draußen und geben ihre Tiere ab“, berichtet Ulrike Marquart, die in Laufenburg zusammen mit Marion Engel eine Tierärztepartnerschaft betreibt. Vor der Eingangstür befinden sich Stühle, das Wartezimmer ist somit ins Freie verschoben worden. Eine weitere Vorschrift: Wer ein Haustier in Behandlung gibt, muss ohne Begleitpersonen oder Kinder in die Praxis kommen.

Außerdem muss der Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Personen eingehalten werden. „Es behandelt immer nur ein Arzt“, sagt Ulrike Marquart. Einem Besuch der Praxis geht ein Telefonat voraus. „Wenn wir unsicher sind, bitten wir, uns ein Foto zu schicken“, so Marquart. Zurzeit kann es zu längeren Wartezeiten kommen. „Wir schieben, was geschoben werden kann“, so Marquart. Geschoben werden kann zum Beispiel eine Kastration – im Gegensatz zu Impfungen.

Impfschutz ist wichtig

„Der Impfschutz ist wichtig“, stellt Marquart klar. Einbußen stellt sie vor allem durch das Fehlen der Schweizer Kundschaft fest. Auch Tierärztin Wiltrud Jehle in Strittmatt, Gemeinde Görwihl, setzt auf klare Regeln: Anmelden, im Auto warten, einzeln mit dem Tier in die Praxis kommen, keine Kinder mitbringen, in der Praxis einen Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern zu den Mitarbeiterinnen einhalten. Im Sprechzimmer übernimmt eine Tierarzthelferin das Halten der Tiere auf dem Untersuchungstisch. Das Praxisteam trägt Mundschutz, „eine reine Vorsichtsmaßnahme“, so Jehle.

Jetzt wieder verfügbar: die Digitale Zeitung mit dem neuen iPad und 0 €* Zuzahlung

*SÜDKURIER Digital inkl. Digitaler Zeitung und unbegrenztem Zugang zu allen Inhalten und Services auf SÜDKURIER Online für 34,99 €/Monat und ein iPad 10,2“ (32 GB, WiFi) für 0 €. Mindestlaufzeit 24 Monate. Das Angebot ist gültig bis zum 12.07.2020 und gilt nur, solange der Vorrat reicht. Ein Angebot der SÜDKURIER GmbH, Medienhaus, Max-Stromeyer-Straße 178, 78467 Konstanz.