Im nächsten Jahr sinkt in Bad Säckingens Schweizer Nachbargemeinde Stein der Steuerfuß um vier Prozentpunkte von 92 auf 88 Prozent. Die Reduktion des Steuerfußes hat die Gemeindeversammlung, 80 der 1652 Stimmberechtigten waren anwesend, einstimmig mit der Bewilligung des Budgets 2022 beschlossen. Gemeindeammann Beat Käser präsentierte die Zahlen. Er sagte: „Wir gehen für 2022 von einem Ertragsüberschuss von 344.000 Franken aus.“

Bei der Festsetzung des Steuerertrags bezog sich der Gemeinderat auf die Empfehlungen des kantonalen Steueramtes und berücksichtigte das Wachstum durch die Zuzüge ins Neubauquartier „Neumatt“. Mitte 2020 startete der Bezug der 112 Wohnungen.

Zustimmung fand der Zusammenschluss der Feuerwehr Stein mit der Feuerwehr Sisslerfeld der Gemeinden Eiken, Sisseln und Münchwilen. Bei fünf Enthaltungen stimmten 75 Anwesende dem Vertrag zu – dennoch wird es zu keiner Fusion kommen, da Eiken und Münchwilen zeitgleich den Zusammenschluss ablehnten. Im Vorfeld sagte Käser, dass die vier Sisslerfeld-Gemeinden eng zusammenarbeiten. Aus dem Plenum meldete sich Pascal Brogli, Kommandant der Feuerwehr: „Der Zusammenschluss ist zwar ein sehr emotionaler, aber, wenn wir in die Zukunft blicken, der einzig richtige Weg.“

Neben Subventionen durch den Kanton rechnete der Gemeinderat bei einem Zusammenschluss mit einer Kostensenkung von rund 391.000 auf 200.000 Franken. Enttäuscht war Käser ob der Verwehrung des Zusammenschlusses nicht. Weil die Steiner der Fusion zustimmten, erhält die Gemeinde als Trost in den nächsten fünf bis zehn Jahren rund 950.000 Franken von der Aargauischen Gebäudeversicherung.

Einstimmig wurde ein Verpflichtungskredit über 660.900 Franken für die Sanierung der Schulstraße bewilligt. Ein Ja erhielt der Baurechtsvertrag, mit dem die Gemeinde der Wohnbaugenossenschaft Rheinfels Park einräumt, an der Schaffhauserstraße altersgerechte Wohnungen zu bauen.