Vor etwa einem Jahr, am zweiten Juni 2021, haben 31 Mitglieder die Wohnbaugenossenschaft Daheim Bleiben in Harpolingen gegründet. Damit ältere Mitbürger im vertrauten Umfeld bleiben können, auch wenn das Haus sanierungsbedürftig oder zu groß geworden ist, entsteht in der Nähe der Kapelle eine Seniorenwohnanlage. Bei der Hauptversammlung erläuterte die Vorsitzende Christine Oechslein den Baufortschritt.

Sie stellte fest, dass das Bauprojekt kontinuierlich fortschreitet und mit der Baufirma, mit dem Aufsichtsrat und der Architektin Andrea Wegfahrt eine einvernehmliche und konstruktive Zusammenarbeit und enge Abstimmung bestehe. „Alles befindet sich im grünen Bereich. Wir bauen solide und mit bewährten lokalen Handwerkern und Firmen. Wir errichten jede Wohnung so, als ob wir selbst einziehen würden.“

Ein zentrales Thema waren die Kosten. Oechslein beruhigte die Mitglieder: Die Mehrkosten bewegen sich mit etwa sieben Prozent in einem noch tragbaren Rahmen. Enorme Preisanstiege waren bei Gerüst und Erdaushub zu verzeichnen. Oechslein freute sich, dass einzelne Gewerke preislich günstiger angeboten wurden, als veranschlagt. Obwohl der Bereich Elektrik Mehrkosten verursacht, werde mit dem vorausschauenden Mehraufwand ein Mehrwert erzielt. So werde aus Sicherheitsgründen die Brandmeldeanlage nicht per Funk gesteuert, sondern verkabelt. Zusätzlich werde eine Gegensprechanlage mit Video, Anschlüsse an die Sat-Anlage in jedem Wohn- und Schlafzimmer sowie eine Einspeisevorrichtung für ein Notstromaggregat installiert. Lademöglichkeiten für E-Bikes und E-Autos werden ebenfalls realisiert.

Oechsleins Präsentation erlaubte den Besuchern einen detaillierten Einblick in die Bauarbeiten. Ihr Co-Vorsitzender Harry Drews, der seine Baustellenerfahrung in das Projekt einbringt, überzeugte sich auf täglichen Baustellenbesuchen von der Qualität der Arbeiten. Er und Oechslein lobten die Baufirma Jörg Gugelberger aus Hottingen für die fachmännische Arbeit.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Klaus-Werner Kroll, bedankte sich bei Drews und Oechslein für deren Einsatz. Da der Jahresabschluss noch nicht vorlag, schlug er vor, die Hauptversammlung künftig im November abzuhalten. Die Mitglieder waren einverstanden. Vor der Versammlung konnten sich die Mitglieder auf der Baustelle umsehen. Ihre Fragen zum Stand der Arbeiten beantwortete Harry Drews.

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