Ihren 100. Geburtstag kann am heutigen Dienstag im St. Marienhaus in der Waldshuter Straße 8, Elsa Hofstetter feiern. Die Hundertjährige ist noch in einer guten geistigen Verfassung. So liest sie noch täglich die Tageszeitung und dies immer noch ohne Brille.

Jahrzehnte Zustellerin

So ist die Verbindung zur Zeitung immer noch geblieben, denn Jahrzehnte war sie im Görwihler Ortsteil Rüßwihl als Zustellerin tätig. Gerade in den Wintermonaten war es öfters mit viel Mühe verbunden, durch hohe Schneemassen sich zu bewegen, um den Lesern die Frühstückslektüre zu bringen. Nun lebt Elsa Hofstetter seit dem Herbst des vergangenen Jahres im St. Marienhaus, da sie sich nur noch im Rollstuhl fortbewegen kann. Viele nette Leute habe sie hier schon kennen gelernt, doch durch die Corona-Krise habe sich das Leben grundsätzlich im Heim geändert.

Kartenspielen eine große Leidenschaft

Umso größer ist jetzt ihre Freude, dass sie nun wieder von ihrer in Bad Säckingen lebenden Tochter im Rollstuhl durch die Stadt gefahren werden kann. So hofft sie, auch bald wieder Besucher empfangen zu dürfen. Öfters beschäftigt sie sich auch mit dem Lösen von Kreuzworträtseln. Wenn dann auch noch die Cegokarten gemischt werden, oder 66 gespielt werden kann, dann vergisst sie die Alltagssorgen recht schnell.

Ein geselliger Mensch

Elsa Hofstetter liebt die Geselligkeit. So freut sie sich, dass sie auch im Heim Gesprächspartner hat. Früher war sie eine begeisterte Cegospielerin, spielte öfters auch im Rüßwihler Gasthaus „Lamm“, doch bei diesem Kartenspiel gibt es kaum mehr junge Spieler. Gerne erinnert sie sich aber auch daran, wie sie auf Urlaubsreisen unterwegs war. So war sie schon in Ungarn, Italien und Jugoslawien und vielfach auch auf der Insel Mallorca.

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Elsa Hofsteter lebte bis im letzten Jahr in dem Haus in Rüßwihl, wo sie auch das Licht der Welt erblickte. Sie besuchte die Volksschule und machte sich anschließend im Albbruck-Kiesenbacher Gasthaus „Adler“ nützlich. Anschließend war sie in einem Haushalt in Brennet beschäftigt, ehe sie ihr Können am Herd im Hirschen und dann im Löwen in Todtmoos aufzeigte. Bald nach Kriegsbeginn heiratete sie ihren Mann Hugo. Acht Kinder brachte sie zur Welt. Zu ihren großen Freuden im Leben gehörte auch die Pflege des Gartens mit seinen vielseitigen Gemüsepflanzen und ganz besonders natürlich die vielen Rosen um das Haus, deren Blütenpracht dann vielfach auch das Wohnzimmer zierten. Hart traf sie der Tod ihres Mannes im Jahre 1978.

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Zu ihren heutigen Geburtstagswünschen gehört die Hoffnung, dass sich das frühere Alltagsleben im St. Marienhaus wieder einstellt, denn zu ihren großen Freuden gehört, wenn sie Besuch bekommt. Der kam bislang sehr oft, denn neben den Kindern mit Partnern hat sie auch 14 Enkelkinder und 19 Urenkel. Doch die geplante große Geburtstagsfeier kann derzeit nicht stattfinden.

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