Das Interregnum ist zu Ende: Am Dienstag wurde Karin Gassenmeier in ihr Amt als Leiterin der Rudolf-Graber-Schule eingeführt; die Ernennung zur Rektorin erfolgt in einigen Monaten. Schulamtsdirektor Rudolf Schick bezeichnete Karin Gassenmeier als sehr engagierte Sonderschulpädagogin, die vielfältige Arbeitserfahrungen gesammelt habe.

Das könnte Sie auch interessieren

„Schulleiterin zu werden, war eigentlich nicht Teil meiner Lebensplanung“, meinte Karin Gassenmeier. Doch sie habe Mitte Mai die Bewerbung eingereicht, „weil unsere Schule eine enorm wichtige Arbeit leistet, die weitergeführt werden muss“. Mit 89 Schülern im Hause selbst, 30 bis 40 Inklusionsschülern an anderen Institutionen, für deren Betreuung die Rudolf-Graber-Schule Lehrkräfte entsendet, und dem sonderpädagogischen Beratungsdienst erfüllt die Bildungseinrichtung vielfältigste Aufgaben. Nach der Erkrankung ihres Vorgängers Steffen Huber war Karin Gassenmeier plötzlich mit Leitungsaufgaben konfrontiert, „dabei war ich damals noch nicht einmal Konrektorin“.

Das könnte Sie auch interessieren

In der schwierigen Corona-Zeit galt es, Tests zu organisieren und den Unterricht aufrechtzuerhalten. „Es war eine sehr lehrreiche Zeit, in der ich vielfältige Hilfe vom Amt, dem Kollegium, der Rektorin der benachbarten Anton-Leo Schule, Monika Berger, und der Sekretärin Claudia Thomann erfahren durfte“. Sie wolle die kleine Schule in dem familiären Stil ihres Vorgängers weiterzuführen, so Karin Gassenmeier. „Wir haben hier eine große Vielfalt an Lebens- und Berufserfahrungen, und das Wichtigste ist jetzt, dass wir uns wieder auf das Kerngeschäft konzentrieren und mit einem guten Unterricht den Schülern die gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Rudolf Schick riet ihr, etwaige Probleme nicht hochzustilisieren, sondern zur Kenntnis zu nehmen und pragmatisch zu lösen. Eine Schulleitung könne es zwar nicht allen recht machen, aber er sei sicher, dass die neue Leiterin versuchen werde, Probleme kollegial anzugehen. Die Qualität der Schule sei danach zu bemessen, wie erfolgreich sie die Schüler in das Leben hinein begleite. Justin Marino, Vorsitzender der Schülerfirma „RGS-Lebenswert“, gratulierte im Namen der Schülergemeinschaft, wünschte „gute Nerven“ und überreichte ein Gemeinschaftsbild: Eine Collage mit Sinnsprüchen, die strahlenförmig um eine Mitte herum angeordnet sind. „So etwas Schönes“, freute sich die Leiterin. Das Kollegium versprach „Wir stehen hinter Dir“, und Elternsprecherin Ines Bauernfeind schenkte ihr eine Notfallbox, denn „Sie haben es nicht immer leicht mit den Schülern“.