Bad Säckingen/Rickenbach (ska) 1852 in Rickenbach gegründet, feiern die Schmidts Märkte in diesem Jahr ihren 170. Geburtstag. Die Anfänge der Schmidts Märkte begannen auf gerade mal 20 Quadratmetern. Heute gehören zum Unternehmen Schmidts Märkte insgesamt 14 Lebensmittelmärkten auf dem Hotzenwald, in Wehr, im Schwarzwald und in Bad Säckingen.

Und das Unternehmen blickt auf eine lange Tradition zurück: Georg Gugelberger legte den Grundstein für das Unternehmen in Rickenbach. Die Waren holte der Firmenchef noch persönlich mit einem Pferdewagen aus Murg ab. Fast 20 Jahre später errichtete Gugelberger in der Nachbarschaft von Rathaus und Schule ein Wohn- und Geschäftshaus in Rickenbach mit 80 Quadratmetern Verkaufsfläche.

Im Jahr 1900 übernimmt Max Gugelberger, der Sohn des Firmengründers, das Geschäft und erweitert das Warenangebot um Eisenwaren, Werkzeuge und Haushaltsartikel. Waren, die bisher auf dem Land ausschließlich von Hausierern auf den Jahrmärkten angeboten worden sind. Durch die Heirat von Tochter Maria Gugelberger mit Philipp Schmidt, ändert sich 1929 der Familienname, das Geschäft wird jedoch noch viele Jahre unter Kaufmann Georg Gugelberger betrieben. Noch heute ist dieser Name bei alteingesessenen Hotzenwäldern bekannt.

Während des Zweiten Weltkrieges muss Sohn Ulrich Schmidt seine Mutter Maria
und die Großeltern im Geschäft tatkräftig unterstützen, weil der Vater zum Kriegsdienst eingezogen worden ist und später starb. Während des Krieges war ein normaler Betrieb des Lebensmittelgeschäftes nicht möglich, weil die Lebensmittel über das Ernährungsamt in Säckingen rationiert wurden. Der strukturell unterversorgte Hotzenwald wird durch das „Ladenprogramm Hotzenwald“ gefördert und kann sich 1948 weiter entwickeln. Auch das Warenangebot entwickelt sich hin zu verbraucherfreundlichen Einheiten. Inzwischen ist das Unternehmen an Ulrich Schmidt übergegangen, der 1953 die kaufmännische Angestellte Aloisia Bär aus Säckingen geheiratet hatte.

1954 stand das Unternehmen in Rickenbach dann kurzzeitig vor dem Aus. Es ereignete sich eine Brandkatastrophe, die das Wohn- und Geschäftshaus zerstörte. Doch die Familie Schmidt konnte auf die Unterstützung vieler Freunde bauen und bereits ein Jahr später wurde das neu errichtete Geschäftshaus in Rickenbach wieder bezogen. Der große Wandel vollzog sich dann in den 1960er- und 1970er-Jahren. Die Mobilität wuchs und in den Städten entstanden große Einkaufszentren. Das Sterben der „Tante-Emma-Läden“ begann. Auch das Unternehmen der Familie Schmidt geriet dadurch in große Bedrängnis. Trotzdem erweiterte sie die Verkaufsfläche auf 1.000 Quadratmeter und schloss sich mit der Sparkasse, der Metzgerei Hartdecker und der Apotheke Bader zusammen.

Der Hotzenwaldmarkt war gegründet. Die vier Tannen im Logo des Hotzenwaldmarktes symbolisieren den Zusammenschluss der vier Firmen. 1976 entstanden die ersten Filialen – Kleinstbetriebe, die wieder geschlossen wurden. Doch wurde das Bemühen der Familie Schmidt von den umliegenden Bürgermeistern und Verantwortlichen gesehen.

1980 wurde eine Filiale in Herrischried eröffnet. Drei Jahre später folgte der Markt in Schluchsee. Weiter kam 1989 der Markt in Todtmoos und vier Jahre später wurde der „Gottlieb“-Markt in Lenzkirch übernommen. Es folgten 1996 Wehr und Bad Säckingen, 1997 Häusern, 2001 Bonndorf und 2003 der bis aktuell größte Markt in Titisee-Neustadt. 2011 wurde der Markt in St. Blasien eröffnet.

2018 kam der Bad Säckinger XL-Markt im Brennet Areal hinzu und 2021 der Markt in Murg.

Vieles ist neu: Citymarkt jetzt noch attraktiver

Bad Säckingen (ska) „Herzlich Willkommen im neuen Citymarkt!“ heißt es ab Mittwoch, 2. Februar, in der Lohgerbe. In einer knapp vierwöchigen Umbauphase ist der Schmidts Markt im Untergeschoss modernisiert und sowohl den Wünschen, als dem Kaufverhalten der Kunden in der Innenstadt angepasst worden. Gleichzeitig hat das Unternehmen das Bekenntnis zum Standort in der Innenstadt weiter gefestigt. „Wir haben immer gesagt, dass wir bleiben werden“, betont es Geschäftsführer Martin Schmidt noch einmal. Denn nach dem Bau des Schmidts Markt XL 2018 auf dem Brennet-Areal waren viele Bad Säckinger verunsichert.

Wenn sich am Mittwoch, 2. Februar, um 7.30 Uhr die Türen zum neuen Citymarkt öffnet, erwarten die Besucher nicht nur eine moderne Optik, sondern ein neues Konzept, dass ganz auf die Kunden aus der Innenstadt ausgerichtet hat. Die erste Veränderung fällt bereits beim Betreten der Lohgerbe ins Auge. Das Café im Foyer ist eingefasst worden und kann nur noch mit dem Kassenbon betreten werden, den die Kunden nach ihrem Einkauf in der Bäckerei erhalten. Neben Kuchen und Kaffee oder Snacks, gibt es für die Mittagspause jeweils ein Tagesgericht und – ganz neu – halten Currywurst, Pommes Frites und Co wieder Einzug in die Bad Säckinger Innenstadt. „Das war ein Wunsch unserer Kunden“, so Martin Schmidt. Fällt die Mittagspause mal kürzer aus, steht im Markt selbst, eine große Auswahl an Müslis oder Bowls und Salate zur Verfügung. Liebhaber der kleinen asiatischen Röllchen, dem Sushi, kommen ebenfalls auf ihre Kosten. Denn „Eat Happy“ der Hersteller des frischen Sushi, ist jetzt auch in der Lohgerbe zu finden.

Gerade weil die Mittagspause eingeschränkt und die Zeit für einen Einkauf knapp ist, stehen jetzt auch im Schmidts Markt in der Lohgerbe drei „Self-Scan-Kassen“ zur Verfügung. „So vermeiden wir lange Schlangen an den Kassen“, erklärt der Geschäftsführer. Denn jeder Kunde kann seine Artikel selbst einscannen und mittels einem Cash-Management bar oder mit Karte bezahlen. Ebenfalls neu im Angebot, ist die „Unverpackt-Abteilung“, Nüsse, Cerealien, Nudeln oder Reis können in einen mitgebrachten Behälter direkt abgefüllt werden.

Auch die regionale „Maier-Milch“ aus Görwihl können in Flaschen zu je einem halben Liter oder einem Liter, frisch in ebenfalls mitgebrachten Flaschen abgefüllt. Wer keine Flaschen zu Hause hat, der findet selbstverständlich Flaschen im Markt.

Doch nicht nur das Angebot hat sich dem Kaufverhalten der Kunden angepasst. Ein neues Regalsystem und der Zeit angepasste, energiesparende und umweltfreundliche Kühlsysteme, geben dem Laden eine neue Optik. „Die Regale haben wir damals noch von Migros übernommen“, verrät Martin Schmidt. Das heißt, dass vor allem die Kühlsysteme längst nicht mehr zeitgemäß waren. Auch die gesamte Beleuchtung im Markt sind mit den energiefreundlichen LED-Leuchten ausgestattet worden.

Bereits seit 2008 ist der Schmidts Markt in der Lohgerbe zu finden. Das Unternehmen hat den Markt im Untergeschoss übernommen, nachdem das Schweizer Unternehmen „Migros“ die Trompeterstadt wieder verlassen hat. Zuvor war der Schmidts Markt rund zehn Jahre lang im Obergeschoss des Woolworth untergebracht.