Gute Nachrichten aus der Radsportszene: Der RSV Trompeter Bad Säckingen wird voraussichtlich gerettet werden. Noch vor wenigen Wochen sah es so aus, dass der Verein im 125. Jubiläumsjahr mangels Vorstand aufgelöst werden müsste.

Doch bekanntermaßen leben Totgesagte länger: Diese Woche am Donnerstag, 5. Mai, findet eine außerordentliche Hauptversammlung statt. Dort will eine Gruppe von engagierten Rettern um Vereinsmitglied Mark Jagenow eine personelle Lösung präsentieren. Jagenow, als Biker selber im Rennsport unterwegs, gehört zu einem kleinen Kreis, der in den vergangenen Wochen im Hintergrund in Sachen Vereinsrettung unterwegs war. Und das offenbar mit Erfolg.

Personelle Lösung wird am Donnerstag präsentiert

„Potenzial ist da“, sagt Jagenow über den Verein. Wer die künftigen Vorstandsämter besetzen will, möchte er aber noch nicht sagen. Die Personen seien definitiv zur Kandidatur bereit, dennoch möchte man die Bewerber erst bei der Hauptversammlung am Donnerstag bekannt geben. „Wir wollen das bis dahin offen lassen“, sagte Jagenow, auch um eventuell andere Initiativen nicht auszubremsen.

Der komplette Vorstand um den derzeit noch kommissarischen Vorsitzender Ralf Teubler hatte bei der Hauptversammlung im März seinen Rücktritt angekündigt.

Teubler, der die außerordentliche Versammlung am kommenden Donnerstag einberufen hatte, machte gegenüber unsere Zeitung nochmal klar: Er werde – wie angekündigt – keinesfalls mehr zur Verfügung stehen. Aber er sei froh, dass es der engagierten Gruppe um Jagenow gelungen sei, Kandidaten für die nötigen Posten zu finden. Und Teubler blickt zuversichtlich auf den Donnerstag: „Ich glaube, dass das klappt.“

Jagenow: „Im Verein brennt noch was“

Auch Jagenow zeigt sich optimistisch: „Wir haben schnell festgestellt, das da im Verein doch noch was brennt.“ Darauf habe man aufbauen können. Und entgegen seiner Natur als Feuerwehrmann, versuche er nun die Flammen am Lodern zu halten, schmunzelt er. Neben der Personalfrage habe sich der Retterkreis auch mit Zukunftsfragen beschäftigt. Es sei ein Stufenplan erstellt worden, den man am Donnerstag der außerordentlichen Hauptversammlung ebenfalls vorlegen wolle.

Noch-Vorstand Ralf Teubler hatte in der Hauptversammlung im März im Verein keine Motivation mehr gesehen. Das Vereinsleben sei schon vor der Coronazeit praktisch eingeschlafen. Es seien sowohl von den Mitgliedern als auch vom Vorstand keine neuen Impulse mehr gekommen.

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