Etwa 70 bis 80 Menschen aller Altersgruppen nahmen am Samstag an der pro-palästinensischen Demo in der Bad Säckinger Innenstadt teil. Hingewiesen wurde auch auf die Probleme der Uiguren.

Etwa 30 Polizeibeamte begleiteten den Demonstrationsmarsch.
Etwa 30 Polizeibeamte begleiteten den Demonstrationsmarsch. | Bild: Linke, Frank

Rund 30 Polizisten mit Einsatzleiter Albert Zeh waren zur Sicherheit da. In anderen Städten der Republik war es bei pro-palästinensischen Aufmärschen zu Ausschreitungen gekommen. Die Bad Säckinger Demo verlief jedoch friedlich, ganz ohne besondere Vorkommnisse – wie von Veranstalter Oguz Islam und seinem Team erwartet.

Veranstalter Oguz Islam auf dem Münsterplatz.
Veranstalter Oguz Islam auf dem Münsterplatz. | Bild: Linke, Frank

Islam hatte bereits im Vorfeld deutlich darauf hingewiesen: „Diskriminierende, rassistische und antisemitische Äußerungen sind verboten. Wir lehnen jede Art von Hass und Gewalt ab.“ Frieden und Menschenrechte seien für alle da. Das schließe auch Israel mit ein. Jede Art der Trennung sei nicht akzeptabel.

Die Teilnehmer sammelten sich vor dem Marsch in Richtung Münsterplatz am oberen Ende der Steinbrückstraße.
Die Teilnehmer sammelten sich vor dem Marsch in Richtung Münsterplatz am oberen Ende der Steinbrückstraße. | Bild: Linke, Frank

Gegen 15 Uhr setzte sich der Zug vom oberen Ende der Steinbrückstraße in Richtung Münsterplatz in Bewegung. Die Teilnehmer trugen dem Thema entsprechende Transparente mit sich und riefen Parolen wie „free, free Palästine“, „stoppt die Besatzung, stoppt den Krieg und „wo bleibt die internationale Solidarität“. Auf dem Münsterplatz hatte die Organisatoren einen Infostand aufgebaut – und eine symbolischen, palästinensischen Kinderfriedhof angelegt.

Wie Islam dort in seine Rede erklärte, wolle man die Menschen in Bad Säckingen für das Thema sensibilisieren. „Wir wollen ein Zeichen setzen für Frieden und den Schutz der Menschenrechte.“ Dies nicht nur mit Blick auf die Palästinenser, sondern auch auf die muslimische Minderheit der Uiguren in Xinjiang in Nordwest China. „Wir wollen signalisieren, dass wir sie nicht vergessen haben. Wir fordern Freiheit für Palästinenser und Uiguren.“

Die Demo verlief wie vom Veranstalter erwartet friedlich.
Die Demo verlief wie vom Veranstalter erwartet friedlich. | Bild: Linke, Frank

Die lange währenden Probleme der beiden Völker erläuterte Islam nochmals im Detail. Er forderte ein Handeln der internationalen Politik. Und einen „Stopp der Islamfeindlichkeit“. Wer sich für die Palästina einsetze, sei noch lange kein Antisemit, so Islam weiter: „Wir sagen ein deutliches Nein zum Judenhass und Antisemitismus und ein klares Ja für die Rechte der Palästinenser und zur Kritik an der israelischen Regierung.“ Alle hätten das Recht in Frieden zu leben. Menschenrechte gelten für alle.

Eine Gedenkminute gegen Ende der Veranstaltung galt den Opfern des Brandanschlags von Solingen. Der Anschlag fand am 29. Mai 1993 statt, auf den Tag genau vor 28 Jahren.