„Es liegt an uns, etwas aus unseren Talenten und Visionen zu machen“, so mahnte der wiedergewählte Pfarrgemeinderatsvorsitzende Alexander Löw seine Ratskollegen zu aktiver Mitarbeit an. Wegen der Corona-Krise waren seit der Pfarrgemeinderatswahl fast drei Monate verstrichen, bis sich die Mandatsträger am Dienstag zu ihrer konstituierenden Sitzung im Gemeindesaal von Heilig-Kreuz – mit großen Sicherheitsabständen – treffen konnten.

Dem gemeinsamen Pfarrgemeinderat der Seelsorgeeinheit Bad Säckingen-Murg gehören 17 Mitglieder sowie kraft Amtes Dekan Peter Berg als Vorstandsmitglied an. Acht Räte sind neu, und auch die junge Generation ist stark vertreten, denn fünf der Gewählten sind jünger als 30 Jahre. Löw freute sich auf die Zusammenarbeit mit dem Gremium, in dem sich „jugendlicher Tatendrang mit Visionen und Erfahrungen der älteren Räte“ paare, und er dankte auch den ausscheidenden Räten für ihren Einsatz.

In der konstituierenden Sitzung mussten vor allem Wahlen und Formalitäten erledigt werden. Alexander Löw wurde als einziger Kandidat mit 17 Stimmen bei einer Enthaltung per Stimmzettel wiedergewählt, auch die bisherige Stellvertretende Vorsitzende Waltraud Wunderle wurde mit 15 Stimmen in ihrem Amt bestätigt, während auf Stefan Geng drei Stimmen entfielen.

Der Stiftungsrat besteht aus je einem Pfarrgemeinderatsmitglied der sechs Pfarreien, die in der Seelsorgeeinheit zusammengeschlossen sind. Jeweils einstimmig und per Handzeichen gewählt wurden Wolfgang Butz (Münsterpfarrei St. Fridolin), Andrea Koubik (Heilig Kreuz), Stefan Schlachter (St. Martin), Waltraud Wunderle (Wallbach), Georg Möller (Murg und Niederhof) sowie Bernhard Baier (Hänner).

Herbert Hausin wurde, wie bereits in der Legislaturperiode zuvor, ebenfalls in den Stiftungsrat und zudem zum Stellvertretenden Vorsitzenden gewählt, weil sein Fachwissen im Gremium benötigt wird. Der Stiftungsrat beschäftigt sich mit Bauangelegenheiten, vergibt Aufträge und ist für den Vollzug des Haushaltes zuständig, während der Pfarrgemeinderat den Haushalt beschließt. Den Vorsitz hat kraft Amtes der Pfarrer inne.

Der Dekanatsrat trifft sich zwei Mal im Jahr und trifft Beschlüsse zur Raumplanung: Dieses Thema ist aktuell, weil die Seelsorgeeinheiten mittel- und langfristig in Großpfarreien (von der Größe bisheriger Dekanate) aufgehen sollen. Stefan Schlachter wurde bestätigt, Alexander Wunderle neu gewählt, weil sein Vorgänger Walter Willmann nicht mehr kandidierte. In der nächsten Sitzung werden die Mitglieder der Gemeindeteams berufen und die für Oktober vorgesehene Visitation des Weihbischofs Peter Birkhofer vorbereitet.