Zu einer erheblichen Verkehrsbehinderung führte am gestrigen Dienstagvormittag ein schwerer Verkehrsunfall auf der B 34 am westlichen Ortsausgang von Bad Säckingen. Dabei sind mehrere Personen zum Teil schwer verletzt worden. Die B 34 war den ganzen Vormittag über zunächst komplett gesperrt und später wieder einspurig befahrbar.

Ein 42-jähriger Skoda-Fahrer mit Anhänger war in Fahrtrichtung nach Schwörstadt aus bislang unbekannter Ursache nach links von der Fahrbahn abgekommen. Dort stieß er mit einem entgegenkommenden VW zusammen. Danach kam es zu einer weiteren Kollision des Skodas mit einem hinter dem VW fahrenden Renault. Im VW verletzte sich die 61-jährige Fahrerin, die ins Krankenhaus nach Lörrach gebracht worden ist.

Der 63-jährige Renault-Fahrer erlitt nur leichte Verletzungen und konnte das Krankenhaus nach einer ambulanten Versorgung wieder verlassen. Der Fahrer des Skoda ist mit einem herbeigerufenen Rettungshubschrauber in eine Freiburger Klinik geflogen worden. Über seinen Gesundheitszustand ist momentan noch nichts bekannt.

Vollsperrung für Rettungshubschrauber

Damit der Rettungshubschrauber auf der Fahrbahn der B 34 landen konnte, ist die Bundesstraße komplett gesperrt worden. Als der Hubschrauber wieder gestartet war, war die B 34 wieder einspurig befahrbar. Erst gegen 12.40 Uhr war die Straße dann wieder komplett frei.

Neben der Polizei und den Rettungskräften war auch die Freiwillige Feuerwehr Bad Säckingen mit 16 Mann und vier Fahrzeugen vor Ort. Diese hat die Einsatzstelle abgesichert und die Fahrbahn gesperrt. Weiter haben sie die Rettungskräfte bei ihrem Einsatz unterstützt. Alle drei Fahrzeuge mussten abgeschleppt werden. Es entstand ein Schaden in Höhe von 30.000 Euro.

Die komplette Sperrung der Hauptverkehrsachse führte dazu, dass nicht nur Autos, sondern auch schwere Lastzüge über Wallbach umgeleitet wurden. Dort herrschten in der Folge chaotische Zustände, wie Anwohner Heinz Thomann berichtet: „Wieder begegnen sich Lastwagen in der Wallbacher Orstdurchfahrt. Wenn jetzt in Wallbach ein Notfall eintritt? Die Polizei hat die Lage immer noch nicht im Griff.“

Eben diese Problematik und die Sorge, dass Hilfe im Falle eines medizinischen Notfalls buchstäblich nicht durchkommt, treibt die Bewohner von Wallbach seit längerem um. Auch im Ortschaftsrat gab es in jüngerer Vergangenheit immer wieder kritische Stimmen und die Forderung nach der Entwicklung eines brauchbaren Notfallplanes. Denn gerade nach schweren Unfällen auf der parallel verlaufenden B 34 bricht im Flößerdorf regelmäßig das Verkehrschaos aus.