Noch dürfte es eine ganze Weile dauern, bis an den Schulen in der Region von „Normalbetrieb„ die Rede sein kann. Dennoch wird der Präsenzunterricht nach den Pfingstferien ab dem 15. Juni sukzessive wieder ausgeweitet. Wie das konkret in der Praxis aussehen wird, teilt Bernd Rieckmann, Schulleiter des Scheffel-Gymnasiums nun mit.

Demnach nimmt die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen auch in Zukunft eine gewichtige Rolle einnehmen – und für einige grundlegende Veränderungen und Beschränkungen im Schulalltag führen. Hier nennt Rieckmann insbesondere die Hygiene- und Abstandsgebote, die etwa dazu führen, dass es keinen Unterricht mehr im Klassenverband sondern in kleinen Lerngruppen geben wird.

Zudem gibt es eine Wegleitung in den Gebäuden, fest zugewiesene Klassenzimmer und möglichst wenig Bewegungen der Schüler in den Gebäuden. Die Desinfektionsmöglichkeiten wurden zwischenzeitlich erweitert und der Putzplan gemäß der Vorgaben geändert. Das Tragen eines Mund-Nasenschutz ist nicht verpflichtend notwendig, um am Unterricht teilzunehmen.

Eltern, deren Kinder zu Risikogruppen angehören, können selbst entscheiden, ob ihre Kinder am Unterricht teilnehmen können. Auf jeden Fall werden laut Pressemitteilung des Kultusministeriums in diesem Schuljahr alle Schüler versetzt, betont Rieckmann.

Das könnte Sie auch interessieren

Sieben der 84 Lehrkräfte sind unterdessen aufgrund von Zugehörigkeit zu Risikogruppen derzeit nicht oder nur eingeschränkt im Präsenzunterricht einsetzbar.

Was den Unterricht anbelangt, werden die Schüler in einem rollierendem System die Schule Aufsuchen. Sie werden demnach in zwei Gruppen (A und B) aufgeteilt und im Zwei-Wochen-Turnus unterrichtet.

Der Unterricht konzentriert sich dabei auf die Fächer Deutsch, Mathematik, Englisch sowie die zweite Fremdsprache. Zusätzlich werden Schüler ab Klasse 8 in ihrem jeweiligen Profilfach unterrichtet. Der Unterricht findet vorwiegend vormittags statt. Es werde auch auf eine Entzerrung des Unterrichtsbeginns und der Pausen geachtet, um allzu großen Begegnungsverkehr bei Schülergruppen zu vermeiden. Sportunterricht findet in der Regel nicht statt, eine Notbetreuung sei laut Rieckmann weiterhin auf Antrag möglich.

Das könnte Sie auch interessieren

Generell plant das Scheffel-Gymnasium Maßnahmen zur Unterstützung der Schüler, bei denen infolge des drei Monate währenden Ausfalls des Präsenzunterrichts nun Lücken aufgetreten sind. So sol es drei Unterrichtswochen in den Hauptfächern geben anstatt der vom Kultusministerium vorgesehenen zwei.

Nach Möglichkeit sollen die Hauptfächer in den Klassen im neuen Schuljahr von derselben Lehrkraft unterrichtet werden wie in diesem Schuljahr. Direkt nach den Sommerferien soll es in den Hauptfächern außerdem Förderunterricht geben. Auch habe das Kultusministerium weitere Förderangebote angekündigt, die bereits während der Sommerferien stattfinden sollen, schildert Bernd Rieckmann.

Im Hinblick auf die Abiturprüfungen sei derweil bisher trotz Corona alles reibungslos verlaufen: „Es gab nicht eine Krankmeldung.“ Fünf Schüler nehmen jedoch coronabedingt an den Nachterminen der Prüfungen teil.

Das könnte Sie auch interessieren

Abiturfeierlichkeiten seien immer noch in der Planung. Auch hier werde voraussichtlich alles etwas anders laufen als gewohnt. Zur Entzerrung könnte es möglicherweise Parallelveranstaltungen geben.

Das könnte Sie auch interessieren

Unser bestes Angebot ist wieder da: die Digitale Zeitung + das neuste iPad für 0 €