Ein Motorradfahrer ist in Bad Säckingen ist am Montagmorgen trotz geschlossener Schranken auf einen Bahnübergang gefahren und dort von einem Zug erfasst worden. Der 18-Jährige wurde bei dem Unfall am Montagmorgen schwer verletzt, wie ein Sprecher der Polizei sagte. Der junge Mann sei mit einem Rettungshubschrauber in ein Schweizer Krankenhaus gebracht worden. Die Hochrheinbahn war den Angaben zufolge nach dem Unfall in beide Richtungen bis etwa 9.30 Uhr gesperrt. Die Lokführerin erlitt einen Schock. Der Unfall geschah am Bahnübergang an der Waldshuter Straße/B34. Der Übergang ist mit Halbschranken gesichert, wenn ein Zug durchfährt. Der junge Motorradfahrer wollte offenbar nicht warten und umfuhr die Halbschranken.

Wie die Polizei mitteilt, hatte der 18-Jährige auf seiner 125er die geschlossene Schranke am Bahnübergang der Waldshuter Straße zur B 34 gegen 6.40 Uhr umfahren, nachdem ein Zug den Übergang passiert hatte. Er wurde dabei von einem zweiten herannahenden Zug erfasst. Der junge Mann erlitt schwere, nach derzeitigem Kenntnisstand aber keine lebensbedrohlichen Verletzungen. Mit einem Rettungshubschrauber kam er in eine Schweizer Klinik.

Die 55 Jahre alte Lokführerin stand nach dem Unfall unter Schock und wurde ebenso medizinisch betreut. Von den sechs Passagieren wurde niemand verletzt. An der Yamaha des jungen Mannes war kein Kennzeichen angebracht. Das Motorrad war nicht mehr zugelassen. Der Bahnverkehr war bis kurz vor 9.30 Uhr unterbrochen. Es wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Der Sachschaden am Motorrad und Zug liegt bei insgesamt rund 20.000 Euro. Neben der Landes- und Bundespolizei war der Rettungsdienst und die Feuerwehr Bad Säckingen im Einsatz.