Der Bahnübergang an der Waldshuter Straße zur B 34 in Bad Säckingen ist am Freitagabend bereits ab 20 Uhr gesperrt gewesen. Auch die B 34 ist an dieser Stelle halbseitig gesperrt worden.

Der Spezialzug aus Hanau, der in der Nähe des Bahnhofs Murg auf seinen Einsatz wartete, traf um Mitternacht am Bahnübergang an der Waldshuter Straße in Bad Säckingen ein.
Der Spezialzug aus Hanau, der in der Nähe des Bahnhofs Murg auf seinen Einsatz wartete, traf um Mitternacht am Bahnübergang an der Waldshuter Straße in Bad Säckingen ein. | Bild: Reinhard Herbrig

Der angekündigte Schwertransport mit dem Tragschnabelwagen der Transportfirma DAHER Projects GmbH aus Hanau traf aber erst nach Mitternacht ein, nachdem der letzte Zug den Bad Säckinger Bahnhof in Richtung Waldshut verlassen hatte. Damit wurde ein neuer Transformator geliefert, der 220 Tonnen wiegt und zwölf Meter lang ist.

Schweres Gerät: Am abgesperrten Bahnübergang an der Waldshuter Straße warteten zwei 1000 PS starke Schwertransporter mit schwenkbarem Aufsatz, um den neuen 220 Tonnen schweren Transformator der Firma ABB (Spannungswandler) aufzuladen und zur Schaltanlage Kühmoos zu transportieren.
Schweres Gerät: Am abgesperrten Bahnübergang an der Waldshuter Straße warteten zwei 1000 PS starke Schwertransporter mit schwenkbarem Aufsatz, um den neuen 220 Tonnen schweren Transformator der Firma ABB (Spannungswandler) aufzuladen und zur Schaltanlage Kühmoos zu transportieren. | Bild: Reinhard Herbrig

Das Verladen des Transformators der Firma ABB dauerte bis 3.30 Uhr, bis dieser von dem Schienenfahrzeug auf zwei Tieflader umgesetzt war. Dazu musste der Transformator mittels hydraulischer Winden angehoben werden, um dann genau auf die schwenkbaren Aufsätze der Tieflader gehoben zu werden. Hier ging es um Millimeterarbeit, die von den Mitarbeitern der Transportfirma DAHER ausgeführt wurde.

Fachleute: Die Mitarbeiter der Transportfirma DAHER bereiten den Übergang mittels Blechplatten vor, um nach dem Eintreffen des Spezialzuges das Umladen des Transformators von der Schiene auf die Straße vornehmen zu können. Dazu war der Bahnübergang von 20 bis 4 Uhr gesperrt.
Fachleute: Die Mitarbeiter der Transportfirma DAHER bereiten den Übergang mittels Blechplatten vor, um nach dem Eintreffen des Spezialzuges das Umladen des Transformators von der Schiene auf die Straße vornehmen zu können. Dazu war der Bahnübergang von 20 bis 4 Uhr gesperrt. | Bild: Reinhard Herbrig

Damit es nicht zu unnötigen Behinderungen auf der neun Kilometer langen Transportstrecke zwischen Bad Säckingen und Willaringen über die L 152 und von dort auf der K 6587 zum Umspannwerk Kühmoos kommt, verfügen die beiden Tieflader über schwenkbare Aufsätze. In diese rasten die Tragschnäbel des Spezialzuges ein, wodurch sie die kurvenreiche Strecke in Richtung Hotzenwald bewältigen können.

Millimeterarbeit: Um den Transformator von der Schiene auf die Schwertransporter für die Straße zu setzen, muss er mittels hydraulischer Winden angehoben werden, um dann genau auf die schwenkbaren Aufsätze der Tieflader gehoben werden zu können.
Millimeterarbeit: Um den Transformator von der Schiene auf die Schwertransporter für die Straße zu setzen, muss er mittels hydraulischer Winden angehoben werden, um dann genau auf die schwenkbaren Aufsätze der Tieflader gehoben werden zu können. | Bild: Reinhard Herbrig

Die Arbeiten wurden unter der Aufsicht von Christian Baader ausgeführt, der für die Betriebsgenehmigungen der Umspannwerke der Transnet BW verantwortlich ist. Der Transformator soll noch in diesem Jahr ans Netz gehen, wie Christian Baader im Gespräch mit dieser Tageszeitung erläuterte.

Die Ankunft: Kurz nach Mitternacht traf der Spezialzug mit dem neuen Transformator der Firma ABB ein, den die Mitarbeiter der Spezialtransportfirma DAHER, die auch die Castor-Transporte übernimmt, bereits mit Spezialausrüstung, wie hydraulischen Winden, erwarten.
Die Ankunft: Kurz nach Mitternacht traf der Spezialzug mit dem neuen Transformator der Firma ABB ein, den die Mitarbeiter der Spezialtransportfirma DAHER, die auch die Castor-Transporte übernimmt, bereits mit Spezialausrüstung, wie hydraulischen Winden, erwarten. | Bild: Reinhard HerbrigReinhard Herbrig

Die Anlage

Die Schaltanlage Kühmoos, für die der neue Transformator der Firma ABB (Spannungswandler) bestimmt ist, wurde 1966/67 errichtet und besteht heute aus einem 220-Kilovolt- und einem 380-Kilovolt-Anlagenteil, die durch einen 660-Megavoltampère-Kuppeltransformator miteinander verbunden sind. Für die Kavernenkraftwerke Säckingen und Wehr ist die Schaltanlage die Stromeinspeisestelle in das Verbundnetz. Die Schaltanlage Kühmoos ist Teil der TransnetBW GmbH. Das Unternehmen ist eine 100-Prozent-Tochter des Energiekonzerns EnBW und hat seinen Hauptsitz in Stuttgart. Die Hauptschaltleitung des Unternehmens befindet sich in Wendlingen am Neckar.