Wirtschaft, Internationale Wirtschaft oder Finanzmanagement. Wer in der Welt der Zahlen zu Hause ist, sich mit dem wirtschaftlichen und rechtlichen Handeln von Verbrauchern, betrieblichen Aufgaben und Prozessen in Unternehmen sowie dem gesamtwirtschaftlichen Geschehen beruflich auseinandersetzen möchte, ist auf der kaufmännischen Schule, der Rudolf-Eberle-Schule in Bad Säckingen, richtig. Aber auch wer sich an diese Themen heranwagen möchte, dem werden dort die Grundkenntnisse vermittelt. „Egal, woher die Schüler kommen, bei uns gibt es keinen Abschluss ohne Anschluss“, versichert Abteilungsleiter Wirtschaftsgymnasium und Studienrat Axel Heckmann. „In einer Welt mit Zinsen bieten wir die optimale Ausbildung.“

Schüler mit einem schlechten oder ohne Hauptschulabschluss können in der Rudolf-Eberle-Schule die einjährige Ausbildungsvorbereitung (AV) besuchen. Einer Gemeinschaftsschule gleich, werden die Schüler nach ihren Fähigkeiten auf eine Berufsausbildung oder berufliche Tätigkeit vorbereitet. „Schüler, die nach der Erfüllung der allgemeinen Schulpflicht noch keinen Hauptschulabschluss haben oder keine Berufsausbildung beginnen möchten, sind sogar dazu verpflichtet, diese Ausbildungsvorbereitung zu besuchen, um die Berufsschulpflicht zu erfüllen“, erklärt Schulleiterin Erika Breiling.

Nach dem AV oder mit einem anderen Hauptschulabschluss kann die zweijährige Berufsfachschule (Wirtschaftsschule) besucht werden. „Viele Betriebe setzen bei Auszubildenden im kaufmännischen Bereich entweder Abitur, einen sehr guten Realschulabschluss oder den mittleren Bildungsabschluss der Wirtschaftsschule voraus“, sagt Benjamin Kaiser, Abteilungsleiter Berufsfachschule. Die kaufmännische Berufsfachschule vermittelt Grundlagen einer kaufmännischen Bildung, auch wenn man keinen kaufmännischen Beruf ergreifen möchte. Mit Erreichen des mittleren Bildungsabschlusses kann eine Berufsausbildung gestartet werden oder es gibt die Möglichkeit, das Berufskolleg mit Übungsfirma, das Berufskolleg Fremdsprachen, zu besuchen.

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Das BK1 bietet die Möglichkeit, den Bildungsabschluss und so seine beruflichen Möglichkeiten zu verbessern. Die kaufmännischen Inhalte werden an vier Schultagen vertieft, an einem Tag in der Woche gibt es Praxis in der Übungsfirma. Mit dem Besuch des BK2 kann die Fachhochschulreife erreicht oder der Abschluss eines Wirtschaftsassistenten gemacht werden. Auch das BK2 bietet Praxis in der Übungsfirma. Das BK Fremdsprachen richtet sich an die Schüler mit Talent dafür. Wöchentlich werden drei Stunden Englisch, drei Stunden Wirtschaftsenglisch und sieben Stunden Französisch unterrichtet. Freiwillig können zwei Stunden Spanisch dazu gewählt werden. Für Französisch und Spanisch werden keine Vorkenntnisse vorausgesetzt. Auch mit dem Abschluss beim BK Fremdsprachen wird die Fachhochschulreife erreicht oder der Wirtschaftsassistent.

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Mit dem mittleren Bildungsabschluss bietet sich auch der Besuch des Wirtschaftsgymnasiums an, das zum Abitur führt. Als Schwerpunkt kann Wirtschaft oder Wirtschaftsinformatik gewählt werden. Es gibt einen Seminarkurs zur Bearbeitung eines wirtschaftlich geprägten Themas zur Vorbereitung auf ein Studium. Global Studies bietet das Kennenlernen von Kulturen, Sitten und Bräuchen. Dazu bietet die Schule die Möglichkeit für einen Schüleraustausch mit Indien oder Chile an.