Jonathan Niedermaier

Der Erste Advent ist vorüber, die ersten Türchen im Adventskalender durften schon geöffnet werden, noch fehlen aber für einen echten Winter Schnee und Eis. Auf entsprechendes Wetter ist der Städtische Bauhof Bad Säckingen vorbereitet.

Er hat auf seinem Betriebsgelände an der Schulhausstraße 44 mehr als 100 Tonnen Salz und Split im Lager, außerdem warten vier große und vier kleine Räumfahrzeuge auf ihren Einsatz. „Vom 15. November bis 15. März sind wir einsatzbereit“, sagt Klaus Strittmatter, stellvertretender Fachbereichsleiter der Technischen Dienste der Stadt und zuständig für die Organisation des kommunalen Winterdiensts.

Wie ein Winterdiensteinsatz abläuft

Der Städtische Winterdienst ist zuständig für die innerörtlichen Straßen in Bad Säckingen und den Ortsteilen – außer den Bundesstraßen. Die Bauhofmitarbeiter sollen mit ihrem Gerät hier gewährleisten, dass der Verkehr auf den Straßen und Radwegen trotz Eis und Schnee weiterhin reibungslos und ohne Unfälle vonstatten gehen kann.

Wie weiß der Winterdienst, wann er ausrücken muss? Strittmatter: „Wir schauen auf den Wetterdienst und um 3 Uhr fährt jeden Morgen einer von 18 Mitarbeitern eine Kontrollrunde. Je nach Priorität schwärmen die anderen dann aus, momentan bei den Temperaturen ist noch mit keiner Glätte zu rechnen, das kann sich natürlich aber schnell ändern.“

Priorität für wichtige und gefährliche Straßen

Beim Winterdienst befreit der Bauhof nicht alle Straßen von Schnee und Eis. Nur wichtige und gefährliche Straßen müssen geräumt und gestreut werden. In einem Flyer erklären die Technischen Dienste ihr Vorgehen: Zuerst räumen und streuen die Mitarbeiter die ortsdurchquerenden Straßen, dann die Strecken des öffentlichen Personennahverkehrs, Rettungswege und die restlichen wichtigen Hauptverkehrs- und Durchgangsstraßen. Anschließend kümmern sich die Räum- und Streufahrzeuge um Wohnstraßen und verkehrswichtige Straßen mit starkem Gefälle. Es wird also nach Priorität geräumt. Strittmatter: „Generell ist jedoch natürlich das Ziel, alle Straßen so gut wie möglich freizuhalten.“

90 bis 120 Tonnen Salz und Split liegen derzeit in den Lagern des Städtischen Winterdiensts.
90 bis 120 Tonnen Salz und Split liegen derzeit in den Lagern des Städtischen Winterdiensts. | Bild: Jonathan Niedermaier

Letztes Jahr war aufgrund des relativ milden Winters nicht so viel zu tun, deshalb ist das Lager noch gut gefüllt: 90 bis 120 Tonnen Salz und Split werden im Bauhof gehortet, dazu kommt noch Ökogranulat für Fußgängerwege. Die Bestände wurden aufgefüllt.

Wie viel ein Einsatz kostet, kann Strittmatter nicht genau beziffern: Jeder Einsatz sei unterschiedlich kostenintensiv. Das hänge davon ab, ob nur gestreut oder auch geräumt werden müsse, ob alle Fahrzeuge im Einsatz seien oder nicht, ebenso bei den Mitarbeitern. Winterdienst jedenfalls ist kostenintensiv. Der Landkreis deckte sich für die nächsten beiden Winter für 1,95 Millionen Euro mit 36.000 Tonnen Tausalz ein, das für die Kreis-, Land- und Bundesstraßen im Kreis bestimmt ist.

Die Winterdienstfahrzeuge sind je nach Witterung jeweils werktags im Stadtgebiet und Ortsteilen von 3.30 bis 21 Uhr und an Sonn- und Feiertagen von 4.30 bis 20 Uhr im Einsatz. In bestimmten Situationen, wo dies erforderlich ist, kann auch früher oder später ein Einsatz stattfinden. Generell ist der Plan: Bis 6 Uhr sollten die wichtigen Straßen frei ein, es könne jedoch auch einmal bis 8 Uhr gehen, so Strittmatter.

Der Städtische Winterdienst in Bad Säckingen hat vier solche Monster für die Stadt und die Umlegenden Gemeinden zur Verfügung, um gegen ...
Der Städtische Winterdienst in Bad Säckingen hat vier solche Monster für die Stadt und die Umlegenden Gemeinden zur Verfügung, um gegen Schneemaßen anzukämpfen. | Bild: Jonathan Niedermaier

In der Satzung der Stadt Bad Säckingen ist geregelt, wie Bürger sich um den Schnee vor der eigenen Türe kümmern müssen: Eigentümer sollen sich so um das Räumen und Streuen von Gehwegen kümmern, „dass zwei Fußgänger gefahrenlos aneinander vorbeigehen können.“ Strittmatter appelliert an die Umsicht aller Einwohner: „Wenn es stark schneit, sollten Autos nicht an den Straßen, sondern lieber auf extra Parkplätzen geparkt werden. Die Schippe vom Traktor ist sehr breit, Autos behindern die Arbeit sehr.“ Auch plädiert er für Verständnis falls beim Räumen Schnee von der Straße auf private Grundstücke geschoben werde: „Dies ist unvermeidbar, da muss man nicht direkt bei uns anrufen und sich beschweren.“

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