Weiterhin hat der Deutsche Alpenverein (DAV) mit seiner Sektion Hochrhein ein bestens aufgestelltes Programm für seine Mitglieder. 1537 Freunde des Alpinismus pflegen die Vielfalt vom Hochgebirgswandern bis hin zu anspruchsvollen Klettertouren.

42 Tourenführer kommen aus den eigenen Reihen. Die nachgeholte Hauptversammlung am Dienstagabend im evangelischen Gemeindesaal war gut besucht. Vor Ort wird das Klettergebiet im Albtal vom DAV betreut. Dort treten zunehmend Probleme auf. Die Müllentsorgung reißt ein großes Loch im Kassenbestand auf.

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Exzellente Kletterrouten im Albtal werden regelmäßig dem DAV attestiert. Die internationale Fachpresse hat dem Klettergebiet wiederholt die besten Noten vergeben. So viel Aufmerksamkeit hat neue Pflichten entstehen lassen. Alexandra Stärk musste als Vorsitzende vom DAV beim Albbrucker Bürgermeister „antanzen“. Seit Juni ist ein Campingverbot im Klettergebiet in Kraft.

„Wir haben mit 40 Ehrenamtlichen zwei Container voll Müll eingesammelt“, plus die ständige technische Prüfung der Umlenkungen und fixen Haken; Stärk gibt sich weiterhin optimistisch, dass das Klettergebiet vor der eigenen Haustür so fortbesteht. Mit Appellen alleine sei nichts mehr zu erreichen, jetzt müsse mit Schilder auf die Müllprobleme reagiert werden. Der Referatsleiter Touren im DAV, Peter Diesner, hat das Gebiet vorausschauend vor zwölf Jahren für den boomenden Klettersport mitentwickelt. Ein Nutzungsvertrag wurde damals abgeschlossen.

Jetzt wird zeitweise das gesamte Areal überrannt, die einstige Idylle ist dem temporären Massenandrang gewichen. Und genau das reißt nun ein Loch im Kassenbestand der Sektion auf. 5000 Euro sind im vergangenen Jahr für den DAV entstanden. Schatzmeisterin Cristian Jänich musste in ihrem Bericht unumwunden festhalten, „das kostet uns einiges“.

530 Mitglieder im DAV Sektion Hochrhein sind über 60 Jahre alt. Die Senioren sind agil und nutzen in großer Zahl die Tourenangebote. 2019 sind 76 Touren durchgeführt worden. „Weiterhin eine tolle soziale Gemeinschaft“, sei es bei einer Wanderwoche auf Elba oder im Hochgebirge um Alta Badia in den Dolomiten, so die Seniorenbeauftrage Inge Budin.

Bei der Jugend ist das Bouldern als Trendsport angekommen. Überschaubare Sicherheit, vorzugsweise in Kletterhallen, ist in der Sektion integriert. „Aber, das Risiko so eingehen, wie wir früher, dass ist momentan bei jüngeren Leuten nicht gefragt“, hielt der passionierte Tourengeher Diesner vor den Mitgliedern fest. Alpinismus, Klettern, Ski-Tourengeher oder die Mountainbiker – für fast alle Interessen sind beim DAV Sektion Hochrhein ausgebildete Tourenführer vorhanden.

Ehrungen

Ein großer Verein hat auch in diesem Jahr zahlreiche Jubilare geehrt. Seit 70 Jahren ist Edda Euring im Deutschen Alpenverein. Auf 60 Jahre kommen Ilse Kurlbaum und Erna Tillig. Ein halbes Jahrhundert haben Jürgen Ernst, Klaus Klemm, Armin Klink, Karsten Kramer, Ingeborg und Rainer Merath, Waltraud Schnurr, Erika und Kurt Wald, Paul Walter, Elli König und Elmar Küpper erreicht. 40 Jahre dabei sind Sonja Denker, Dirk Dühmke, Gerta Grunwald, Ulrike Hermann, Erika Meffert, Kurt Molitor, Johannes Neher, Barbara Pahnke-Comba, Roswitha und Ralf Schade sowie Harald Schäfer. 25 Jahre im DAV sind Georg Beck, Ferdinand Beising, Erwin und Waltraud Ebner, Ingrid Hahnefeld, Heidi Huber-Nabitz, Felix Kehl, Eckard Klose, Karin und Steffen Köhler, Dietmar und Tanja Lang, Helmut Leber, Jörg Nabitz, Sabine und Martin Rohde, Hermann und Ruth Scholz, Thomas Schinlin und Ulrich Wagner.

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