Beim diesjährigen Hegefischen des Fischereivereins Bad Säckingen beteiligten sich insgesamt 35 Mitglieder, davon sieben Jugendmitglieder. Ziel war es, am Bergsee den nicht einheimischen Sonnenbarschen, nachzustellen.

Der Sonnenbarsch ist ein eingeschleppter Fisch in unseren Gewässern – also ein sogenannter Neozoon. Wie bei den meisten Neozoen wird auch die Anwesenheit des Sonnenbarsches kritisch gesehen – er ist auf der Schwarzen Liste für Deutschland als „potenziell invasiv“ geführt. Das heißt: Ursprünglich illegal ausgesetzt, pflanzen sich Sonnenbarsche mittlerweile in vielen Gewässern erfolgreich fort und dabei ist laut Fischerverein der Bergsee ebenfalls stark betroffen. Leider sei es mit den gängigen Methoden nicht mehr möglich, den Sonnenbarsch aus den Gewässern zu entfernen, wie der Fischerverein mitteilt. Es bleibe daher nur noch abzuwarten, ob sich die Bestände weiter ausbreiten und möglicherweise zu Schäden in der heimischen Tier- und Pflanzenwelt führen.

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Grundsätzlich bestehe bei Neozoen die Gefahr, dass sie konkurrenzstärker als heimische Arten sind, so der Fischerverein Bad Säckingen. Sei es, dass sie heimische Arten unmittelbar als Beutetiere dezimieren oder, dass sie deren ökologische Nischen besetzen oder verändern und somit zu Bestandseinbußen der heimischen Arten führen.

Deswegen habe sich der Fischereiverein Bad Säckingen zum Ziel gesetzt, einmal im Jahr beim Hegefischen die Zahl der Sonnenbarsche im Bergsee zu dezimieren. Dieses Jahr konnten insgesamt elf Kilogramm an Sonnenbarschen gefangen werden. Davon hat Mitglied Patrick Siebold allein schon 2,1 Kilogramm gefangen. In diesem Jahr wurden so viele dieser ausgesetzten Fische gefangen wie nie zuvor. Dies lasse darauf schließen, dass sich die Sonnenbarsche in den letzten Jahren exponentiell vermehrt haben.