„Parents for Future“ ist eine bundesweite Vereinigung. Nun hat sich auch in Bad Säckingen eine Gruppe Menschen formiert, denen das Klima wichtig ist. Toralf Richter und Johannes Bauer sind die Ansprechpartner. An zwei Samstagen waren sie mit anderen Mitgliedern mit einem Stand in der Fußgängerzone. Sie erzählen, dass sie durch ihre eigenen Kinder motiviert wurden, etwas in Bewegung zu setzen.

Die Motivation

Die 19-jährige Paola Richter, Tochter von Toralf Richter, berichtet, dass sie vor ein paar Wochen „ein tiefgründiges Gespräch“ hatten und sie die Eltern überzeugen konnte. „Wir Jugendlichen haben in Bezug auf Politik nicht so viel Stimmkraft“, sagt sie. Daher wird die Welt ihrer Meinung nach von Erwachsenen entschieden. Sie findet es gut, dass sich Erwachsene nun auch für das Klima einsetzen. Toralf Richter möchte die Passanten für dieses Thema sensibilisieren, „denn die Politik verspricht viel“, an das sie sich dann nicht halte. So fehle laut Richter zum Beispiel der Katastrophenschutz, der gerade bei Hochwasser oder Dürre gebraucht wird.

Paola und Toralf Richter.
Paola und Toralf Richter. | Bild: Gabriele Rasenberger

Bauer, der durch Anregungen seiner 23-jährigen Tochter zur Gruppe gestoßen ist, macht darauf aufmerksam, dass der Weltklimarat, in dem Wissenschaftler aus der ganzen Welt sitzen, immer wieder auf den Klimawandel aufmerksam mache. Außerdem zeigt er einen Ordner voll gesammelter Zeitungsberichte. Laut Bauer sei zwar ein großes Bewusstsein für die Umwelt da, doch die Weltpolitik habe es noch nicht geschafft, eine Wende herbeizuführen.

Es werden immer wieder Passanten angesprochen, wenn auch nicht alle unterschreiben, so kommt man doch ins Gespräch. Klar ist für die Gruppierung, dass die Politik ohne Druck nichts macht. Daher war die Idee, „noch vor der Bundestagswahl“ auf den Klimaschutz aufmerksam zu machen und sich nach der Wahl mit den gewählten Vertretern zusammenzusetzen.

Die Ziele

Worauf es der Gruppierung ankommt, sieht man von Weitem. Am Stand sind eine Tafel, die den neuesten Klimabericht zeigt, und Plakate, die auf den Klimawandel aufmerksam machen. In Zukunft soll punktuell informiert werden, zum Beispiel per Zoom. Zudem gibt es einen Newsletter. Passanten, die auf den Listen unterschreiben, setzen ihre Signatur für das politisch aktuelle Thema. So meint eine vorbeikommende Person, dass sie das Anliegen wichtig findet, und dass die kommende Regierung „die letzte ist, die noch etwas bewegen kann“. Paola Richter gibt allen, besonders aber den jungen Leuten, mit auf den Weg: „Ich kann nur jedem raten, wählen zu gehen, für den Klimaschutz.“