Er wurde 87 Jahre alt, war bis zuletzt mit seinem Rollator in der Bad Säckinger Altstadt anzutreffen und hatte dabei trotz stetig zunehmender Beschwerden immer ein Lächeln im Gesicht. Jetzt ist Herbert Hölderle gestorben. Um ihn trauern neben seiner Familie insbesondere die Narrenzunft Bad Säckingen, der Freundeskreis Näfels, die Feuerwehr und die Freien Wähler.

Herbert Hölderle war ein Vereinsmensch, einer der sich in Gesellschaft wohlfühlte und der es verstand, Menschen für eine Sache zu begeistern. S Dabei war Hölderle kein Säckinger. Eher unfreiwillig kam er 1975 aus dem Hochschwarzwald an den Hochrhein.

Der gebürtige Bonndorfer war in seiner Heimatstadt beim Straßenbauamt beschäftigt und musste im Zuge der Verwaltungsreform nach Säckingen. Als waschechter Bonndorfer mit Narrenblut in den Adern wurde er an neuer Wirkungsstätte rasch heimisch. Aus dem Pflumeschlucker wurde ein Maisenhardt-Joggele. Hölderle wurde Zunftrat und Zunftschreiber, er avancierte zum Chefankläger der Zunft bei den Dreikönigsempfängen und machte am Fasnachtsdienstag Generationen von Säckinger Kindern glücklich. Viele Jahre gehörte er der Feuerwehr an. Er war einer der Väter der Städtepartnerschaft mit Näfels im Glarnerland.