Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte Bauverwaltungsleiter Peter Weiß auf Nachfrage. Immobilieneigentümer Drux wollte sich auf Anfrage weder zum Stand der Verhandlungen noch zu dem Interessenten äußern.

Wie Peter Weiß darstellte, sei es ein durchaus übliches Vorgehen und auch Indiz für die ernsthaften Absichten eines Interessenten, wenn eine Anfrage an die Bauverwaltung gestellt werde. Im vorliegenden Fall sei diese am Montag eingegangen. Nach derzeitigem Stand spreche laut Weiß auch nichts dagegen die erloschene Baugenehmigung erneut zu erteilen, denn diese sei 2016 auf Basis einer eigens auf die geplante neue Nutzung der früheren Klinik zugeschnittene Bebauungsplanänderung erfolgt, erinnert sich Weiß. Die Baugenehmigung laute demnach auf „Bauen im Bestand“, das heißt es sei kein Abriss und Neubau vorgesehen, sondern eine Gebäudesanierung mit Anpassung an die neue Nutzung.

Die ursprüngliche Planung des Investors Drux hatte die Einrichtung eines betreuten Seniorenwohnzentrums mit ärztlicher Versorgung vorgesehen. Dies war aber nie umgesetzt worden. Stattdessen hatte der Investor mehrere Nachfolge-Pläne präsentiert und seine Ambitionen mit dem Gebäude am westlichen Rand des Bad Säckinger Kurgebiets schließlich eingestellt. Seit einigen Jahren steht die HEK-Immobilie leer und verwahrlost zusehends.

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Nun scheint der Interessent eben diese Planung wieder aufnehmen zu wollen, so Weiß, und das sei durchaus im Sinne der Stadt: „Wir hoffen natürlich, dass sich das Interesse so weit verdichtet, dass es zu einem erfolgreichen Abschluss der Verhandlungen kommt, und sich bei der HEK etwas bewegt.“ Immerhin gehe es um ein markantes Gebäude an einer durchaus bedeutenden Stelle.

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Im Übrigen dürfte nach Ansicht des Bauverwaltungsleiters auch die Tatsache kein Problem darstellen, dass das HEK-Gelände Bestandteil des derzeit laufenden Städtebaulichen Wettbewerbs zur Neugestaltung des Campus-Areals ist. Zwar sei damit auch eine Veränderungssperre verbunden.

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Allerdings gehe es dabei nur darum, dass auf dem Grundstück kein Projekt entstehe, dass dem Gesundheitscampus möglicherweise zuwiderlaufe, schildert Peter Weiß: „Eine Ausnahmegenehmigung ist jederzeit möglich.“ Abgesehen davon befinde sich der Wettbewerb auf der Zielgeraden.

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