Ein Teilstück der Hauensteinstraße wird wahrscheinlich bald Einbahnstraße werden. Über einen entsprechenden Antrag soll der Gemeinderat am kommenden Montag abstimmen. Die Initiative kam von der Verkehrswacht Bad Säckingen.

Die hatte sich 2021 an die Untere Straßenverkehrsbehörde gewandt und aus Gründen der Verkehrssicherheit vorgeschlagen, die beiden Straßenabschnitte zwischen dem Hotel Schneider und dem SÜDKURIER als Einbahnstraße auszuweisen. Laut Gemeinderatsvorlage befürworten die Verkehrsbehörden und die Polizei eine einjährige Probephase.

Das könnte Sie auch interessieren

Einbahnregelung nur zwischen SÜDKURIER/Hotel Schneider und Kinderhaus Rheinau

Die gesamte Hauensteinstraße reicht von der Kreuzung Scheffelstraße beim Warteck bis zur Unterführung am Zoll. Zwischen SÜDKURIER und Hotel Schneider teilt sie sich bis auf die Höhe des Kinderhauses Rheinau. Beide dieser Straßenabschnitte sind bis dato beidseitige befahrbar. Genau das soll sich ändern.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Idee der Verkehrswacht: Wer von der Gießenstraße her in das Quartier Rheinau einfahren will, muss künftig den Straßenschenkel beim SÜDKURIER benutzen, der Rückweg führt über den anderen Straßenschenkel vorbei am Hotel Schneider. Da wo beide Straßen ineinander münden, beim Kinderhaus, endet auch die Einbahnregelung.

Verkehrswacht: aktuelle Praxis birgt zu viele Gefahren

Im Dezember 2021 fand vor Ort eine Verkehrsschau statt, an der neben Vertretern der Stadt (Verkehrsbehörde, Tiefbau), das Polizeipräsidium Freiburg (Sachgebiet Verkehr) und Mitglieder der Verkehrswacht teilgenommen haben. Laut Gemeinderatsvorlage hat die Verkehrswacht ihren Antrag mit der geringen Fahrbahnbreite in beiden Abschnitten begründet, die zu Gefahrenpunkten führe:

Gefahren für Radfahrer im Gegenverkehr, durch wendende Kraftfahrzeuge, parkende Fahrzeuge trotz geringer Fahrbahnbreite, unübersichtliche Einfahrt in die Gießenstraße, unübersichtliche Tiefgaragenausfahrten, fehlender Gehweg beim Hotel Schneider, intensive Fahrbahnnutzung durch Radfahrer und Fußgängern (Kindergarten).

Einbahnregelung als einjährige Probephase

Das Polizeipräsidium, die Verkehrsbehörde und der Leiter des Polizeireviers befürworten den Vorschlag. Die Stadtverwaltung Bad Säckingen schlägt dem Gemeinderat eine Versuchsphase von einem Jahr vor. Radfahren im Einbahn-Gegenverkehr soll nicht zugelassen werden.

Eine mögliche Beeinträchtigungen durch die Einbahnregelung stufen die Behörden als sehr gering ein. Anwohner seien von der Verkehrswacht befragten worden und hätten keine Einwendungen, heißt es in der Vorlage.

Da es sich um eine Änderung der Verkehrsführung auf einer Gemeindestraße handelt, muss die Stadt die Kosten tragen. Diese belaufen sich für Beschilderung inklusive Personalkosten auf rund 2200 Euro, so das Rathaus.

Das könnte Sie auch interessieren