Eine gemischte Gruppe aus der Freiwillen Feuerwehr und dem Werder–Fanclub aus Harpolingen bereiste jetzt für zwölf Tage Bremen und die Nordseeküste. Der Wunsch den Norden besser kennen zu lernen, entstand schon 2007 bei einer dreitägigen Fahrt der Freiwilligen Feuerwehr, nach Bremen-Vegesack.

Anlass für die Erkundung der Küste war die geplante Sail 2020 in Bremerhaven, die allerdings wegen der Corona-Pandemie abgesagt wurde. Das Ersatzprogramm bot auch Segelschiffe, Theateraufführungen, Schiffsausflüge, Museen, eine Wattwanderung, eine Radtour, sowie viele Hintergrundinformationen über die Hansestadt Bremen. Der ganze Ausflug erfolgte mit Bahn und öffentlichen Verkehrsmitteln.

Auf die 16 „Kaperfahrer“ wartete direkt nach der Ankunft in Bremen eine Besonderheit, an der jährlich hunderttausende Touristen vorbeischlendern, ohne von deren Existenz auch nur zu ahnen. Diese Touristen wandeln von „Bremens guter Stube“, dem Rathausplatz, über die Anfang den letzten Jahrhunderts künstlerisch gestaltete Böttcherstraße, an der Weser entlang, zum Schnoor, Bremens ältesten erhaltenen Stadtteil.

Und im Haus Atlantis, in der Böttcherstraße, ist diese Besonderheit integriert, der Himmelssaal. Der Himmelssaal aus den 30er Jahren ist eine parabolische Kuppel aus weißen und blauen Glasbausteinen, die eine besondere Licht- und Raumwirkung erzeugen und damit einem mystischen Ort darstellen sollten, als Hommage an das sagenhafte Atlantis.

Im Gegensatz zu so viel Ästhetik unter Denkmalschutz, bildete eine abschließende Wattwanderung zu der Insel Neuwerk pure Einblicke in die Natur. Auf dem 15 Kilometer langen Weg von Cuxhaven konnten diverse Muscheln, Krebse, Möwen und kleine Fische in den Prielen entdeckt werden.

Zwischen diesen beiden Höhepunkten gab es auch Segelschiffe zu bestaunen, wie einen Heringslogger, das Schulschiff Deutschland und die „Alexander von Humboldt I“. Traurig war dagegen der Rumpf der „Seute Deern“. Dieser Dreimaster war im vergangenen Jahr nach einem Brand gesunken. Von Gallionsfigur und Masten befreit, wartet das Restschiff im Hafen vor dem Deutschen Schiffahrtsmuseum in Bremerhaven auf die Verschrottung.

Zu den vielen Anlaufstationen gehörte auch die historische Altstadt von Stade, Deutschlands einzige Hochseeinsel Helgoland, ein Vorgeschichtspfad aus der Steinzeit, das Teufelsmoor mit dem Künstlerdorf Worpswede, Theaterbesuche und eine Radtour durch die Bremer Blocklandniederung, entlang der Wümme, einem ursprünglichen Fluss mit seinen Mäandern. Und die Pausen wurden mit Norddeutschen Spezialitäten genutzt. Der Bremer Knipp hat neue Freunde gewonnen, welche Matjes, Rotbarsch, und Heilbutt schon vorher hatten.

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