Harpolingen hat sich 2021 beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ für den Landesentscheid qualifiziert. Am Dienstag, 21. Juni, waren nun die Mitglieder der Landeskommission im Dorf zu Gast, um Harpolingen kennenzulernen. Die Bedeutung des Besuchs aus Stuttgart unterstrich die Anwesenheit von Landrat Martin Kistler, Bürgermeister Alexander Guhl sowie eines Vertreters des Regierungspräsidiums Freiburg.

Der Ort, insbesondere der Bürgerverein als Koordinator und alle am Wettbewerb beteiligten Vereine sowie die gesamte Dorfgemeinschaft, hatten sich auf den Termin bestens vorbereitet.

Dorf präsentiert sich schönsten Gewand

Das Dorf präsentierte sich in seinem schönsten Gewand. Die Jury erwartete eine umfassende Informationen in einem ausgefeilten Zeitplan. Die Planungs- und Entwicklungskonzepte im Sinne des Wettbewerbs, erklärte Christine Oechslein, Vorsitzende des Bürgervereins und Ortschaftsrätin. Ortsvorsteher Torsten Weimer gab Einsicht in Bebauungs- und Grünordnungsplanungen.

Die Kommission mit Ulrike Schusser-Wang (links) und Christine Oechslein mit den Gästen auf dem Weg zum Spielplatz.
Die Kommission mit Ulrike Schusser-Wang (links) und Christine Oechslein mit den Gästen auf dem Weg zum Spielplatz. | Bild: Hans-Walter Mark

Im Gemeindesaal zeigten Dokumentationswände das vielfältige Harpolinger Vereinswesen sowie den Weg zur Steigerung der Lebensqualität im Ort für jedes Alter mit einer nachhaltigen und klimagerechten Zukunft. Bei einer Dorfbegehung erlebten die Kommissionsmitglieder Harpolingen in all seinen Facetten wie Familie und Freizeit, über Grün und Landschaft, die Infrastruktur bis hin zur Dorfmitte mit Gebäuden sowie den Dorfmittelpunkt.

Der Gemeinschaftsgarten: Denise Bäumle vom Bürgerverein Daheim in Harpolingen erläuterte Ortsvorsteher Torsten Weimer (von links), ...
Der Gemeinschaftsgarten: Denise Bäumle vom Bürgerverein Daheim in Harpolingen erläuterte Ortsvorsteher Torsten Weimer (von links), Landrat Martin Kistler und Bürgermeister Alexander Guhl das nachhaltige Projekt. | Bild: Hans-Walter Mark

Bereits an der ersten Station, dem sanierten Spielplatz, erläuterte Ulrike Schusser-Wang vom Bürgerverein „Daheim in Harpolingen“ die Vereinsphilosophie. Diese lautet: „nicht schimpfen über einen nicht mehr zeitgemäßen Spielplatz, sondern selbst anpacken, einschließlich der Finanzierung.“

Vorführungen der Biker auf dem Bikegelände. André Kupferer beim Sprung mit dem Rad.
Vorführungen der Biker auf dem Bikegelände. André Kupferer beim Sprung mit dem Rad. | Bild: Hans-Walter Mark

Der Biker-Park mit Vorführungen von Jugendlichen, der Besuch der Dorfkapelle mit Darbietung von Christoph Pampuch an der Harfe, die selbst umgebauten Räume der Feuerwehr waren weitere Stationen. Bei allen gezeigten Projekten wurde sichtbar, Kommune, Vereine und Bevölkerung ziehen an einem Strang, wenn es um die Zukunft des Dorfes geht.

Beeindruckt von Lösungen

Die noch in der Realisierung befindlichen Großprojekte wie beispielsweise „Tischgemeinschaft“ mit Saalküchenrenovierung und Anbau eines barrierefreien Speiseraums, das Seniorenwohnprojekt und das Tante M-Konzept für die Nahversorgung der Einwohnerschaft sind weitere Schritte zur Erreichung der Ziele des Landeswettbewerbs.

Erzieherin Alexandra Simon begrüßte mit den Kindergartenkindern und Gitarrenklängen die Jurymitglieder der Landeskommission.
Erzieherin Alexandra Simon begrüßte mit den Kindergartenkindern und Gitarrenklängen die Jurymitglieder der Landeskommission. | Bild: Hans-Walter Mark

„Es beeindruckt mich, wie in Harpolingen Probleme und Herausforderungen strukturiert angepackt und konkret nach Lösungen gesucht und diese gefunden werden“, zeigte sich die stellvertretende Vorsitzende der Landesjury Ingrid Bisinger vom Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg als Fazit des Besuches erfreut.

Wie geht es jetzt weiter?

Die Platzierung von Harpolingen wird am 30. Juni bekanntgegeben. Die Übergabe der Preise findet am 26. November in Bühl statt.

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