Im Judoclub Kawaishi ist der nächste Schritt im Generationenumbruch vollzogen worden. Jessica Weber folgt auf den langjährigen Vorsitzenden Thomas Zalewski. Sigrid und Rainer Rittmann ziehen sich nach jahrzehntelanger Verantwortung für den Judosport in der Region altersbedingt zurück. Enkel Michael Rittmann führt die Familientradition fort und übernimmt den stellvertretenden Vorsitz. Auf den Trainingsbetrieb musste als Kontaktsport lange Zeit verzichtet werden. Die ersten Nachwuchssportler bringen sich wieder in Wettkampfform.

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Zalewski hatte in seiner Ära verstärkt auf Wettkampsport gesetzt, „dem Sport zuliebe sind Turniere und Meisterschaften unentbehrlich“. Belana Bittl, Kirill Kaal und Laurin Laptev haben in der Jugend sich bis zur Badischen Einzelmeisterschaft durchgesetzt. Dafür sind die drei Nachwuchssportler bei der Hauptversammlung mit dem vereinseigenen goldenen Judoka ausgezeichnet worden. Meisterschaftstitel gehören weiterhin zum Sportverständnis im Judoclub dazu. Zalewski dankte für die Trainerarbeit im Verein und die behutsame Heranführung an den Wettkampf. Den Kindern und Jugendlichen steht bei dementsprechender Leistung eine gute sportliche Karriere im Judo nichts im Wege, ist sich Zalewski sicher. „Judo bietet das Potential für eine Entwicklung, die Ehrgeiz und sportliches Leistungsvermögen hervorbringt“, sagte der scheidende Vorsitzende. Für ihn selber sei die Zeit gekommen, sich aus der langjährigen Verantwortung im Verein zurückzuziehen.

Kassiererin kündigt Rückzug an

Der Kassenlage hat der Lockdown nicht gut getan, berichtete Kassiererin Ulrike Bauer. Keine Bewirtung beim Slow-up am angestammten Platz, nur sehr wenige Vermietungen des vereinseigenen Clubheims, „wir müssen mit den Neuanschaffungen von Matten haushalten“, so Bauer. Als Schatzmeisterin macht Bauer noch zwei Jahre weiter. Auch sie wird sich mit nun erwachsenen Kindern aus der Vorstandsarbeit zurückziehen und der nachfolgenden Elterngeneration Platz machen. Bei der Wahl des Vorsitzenden setzte sich Jessica Weber durch, Michael Rittmann ist zum Stellvertreter gewählt worden. Tobias Weber tritt in die große Verantwortung als Sportwart ein, nachdem Sigrid Rittmann frühzeitig ihren Rückzug angekündigt hatte. Am weiterhin hohen Bekanntheitsgrad vom Judoclub Kawaishi im Verband und in Süddeutschland wird von Ehepaar Weber angeknüpft. Die Trainingszeiten an vier Tagen in der Woche im Gymnastikraum vom Scheffel-Gymnasium werden beibehalten.