Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Mit diesem Anspruch hat sich das Team des Gloria-Theaters an die Arbeit gemacht. Denn es gab nur ein Ziel: Wir wollen Theater machen. Somit startet das Gloria-Theater wohl als eines der wenigen Theater in Deutschland durch, um sich dem Publikum wieder zu öffnen. Allerdings mit strengen Hygienemaßnahmen und doppeltem Boden, die gemeinsam mit der Stadtverwaltung erarbeitet worden sind. Denn: „So sicher wie bei uns, sind Sie noch nicht einmal auf dem Weg hierher“, erklärt Gloria-Intendant Jochen Frank Schmidt. Und nur so ist es auch möglich, dass das neue Gloria-Musical „Tommy Tailors Traumfabrik“ wie geplant am Samstag, 17. Oktober, seine Weltpremiere starten kann.

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Bis Januar 2021 plant das Gloria-Theater alle zwei Wochen die Aufführung des neuen Musicals, an dem nicht nur die Erwachsenen ihre Freude haben dürften, sondern auch Kinder ab sechs Jahren. Und um wirklich allen den Besuch des Musicals zu ermöglichen, gibt es Eintrittskarten bereits ab 29,90 Euro. In der Musicalfreien Zeit erwartet die Freunde von Comedy, Tribute Bands oder Konzerten, ein abwechslungsreiches Programm mit bekannten und vertrauten Gesichtern.

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„Die letzen Monate waren eine aufreibende Zeit für uns“, sind Jochen Frank Schmidt und der kaufmännische Direktor Alexander Dieterle jetzt sichtlich erleichtert. Ein Lüftungs- und Hygienekonzept wurde gemeinsam mit der Stadt erarbeitet. „Nur so bleibt es für uns machbar, dass wir spielen“, erklärt Schmidt. Zwei Möglichkeiten hatte das Haus, um den Vorhang wieder öffnen zu können: „Entweder hätten wir den Abstand von 1,50 Meter einhalten müssen, dann hätten aber nicht so viele Zuschauer kommen dürfen“, so der Intendant.

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Also entschieden sich die Gloria-Macher dafür, dass im Haus absolute Maskenpflicht herrscht. Auch am Sitzplatz. „Wir haben Personal abgestellt, dass sich während der Vorstellung ausschließlich auf das Publikum konzentriert und darauf achtet, dass niemand die Maske abnimmt“, erklärt Schmidt. Die Kontaktdaten werden bereits beim Kartenvorverkauf aufgenommen. Und so wird an dieser Stelle schon vermieden, dass die Gäste falsche Adressen angeben. „Denn wer eine falsche Adresse angibt, den erreichen auch die Karten nicht“, so Jochen Frank Schmidt weiter. Die neue Belüftungsanlage funktioniert nicht mehr mit Umluft, sondern mit Zu- und Abluft. „So wird immer frische Luft in den Saal gepumpt“. Mit diesem Konzept dürfen die insgesamt 611 Plätze mit 499 Besuchern besetzt werden. Trotzdem: „Wir wissen, es wird eine harte Zeit für uns“, sind sich die beiden Gloria-Macher sicher.

Besucher Teil der Traumfabrik

Freuen dürfen sich die Zuschauer auf die Weltpremiere von Tommy Tailors Traumfabrik. Die Zuschauer sitzen diesmal mitten in der Traumfabrik und werden ein Teil davon. 150 Einzelkostüme gibt es zu sehen. Das Stück gespickt mit vielen Überraschungen, Einhörnern, Traumfeen oder Zaubertricks und sogar einen fliegenden Drachen mit acht Meter Flügelspannweite, verwandelt das Gloria in einen magischen Ort zum Staunen. Bereits vor drei Wochen haben die intensiven Proben für die Darsteller begonnen, damit nichts mehr schief gehen kann. Bis 24. Januar 2021 werden insgesamt 16 Vorstellungen gespielt sein. Aufführungen werden im vierzehntägigen Rhythmus jeweils samstags um 20 Uhr und sonntags um 13.30 und 18.30 Uhr sein.

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Für die Bühnenunterhaltung zwischen dem Musical zeichnen Basta, Moving Shadows , die Tribute Bands der Beatles, Michael Jackson, AC/DC, Genesis und Simon & Garfunkel verantwortlich. Ebenfalls mit dabei sind die Comedys Bernd Stelter, Mathias Richling und Django Asül. Die japanische Trommelshow „Kokubu“ ist ebenfalls wieder am Hochrhein. Lediglich auf den Theaterring werden die Theater-, Opern- und Operettenfreunde verzichten müssen. „Weil viele Tourneen in diesem Jahr ausgefallen sind, war es nicht mehr planbar für uns“, erklärt Jochen Frank Schmidt. Lediglich die „Wanderhure“ wird zu sehen sein. Diese stammt noch aus dem Programm vom vergangenen Jahr und ist lediglich verschoben worden.

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