Jonathan Niedermaier

Walter Beck ist nun schon fast 20 Jahre auf verschiedenen Weihnachtsmärkten in der Region unterwegs. Für ihn ist das ganze ein Hobby: Er verköstigt seine Kundschaft mit selbstgemachten Rahmfladen und Käsestangen aus dem Holzofen. Vor seinem Stand herrschte dieses Mal reges Treiben, die Menschen standen in einer Reihe an. Besonders die Rahmfladen stießen dieses Jahr auf große Beliebtheit. „Gefühlt läuft es besser als vor Corona“, so Beck.

Michael Schuster verkauft schon seit über 25 Jahre Wolle und Schmuck auf dem Weihnachtsmarkt.
Michael Schuster verkauft schon seit über 25 Jahre Wolle und Schmuck auf dem Weihnachtsmarkt. | Bild: Jonathan Niedermaier

Schon über 25 Jahre verkauft Michael Schuster Woll- und Schmuckwaren auf dem Weihnachtsmarkt in Bad Säckingen. Er kann sich noch gut an die Anfänge des Marktes erinnern: „Damals gab es noch keine Hütten.“ Für Schuster lief es dieses Jahr etwas mühsam, seine gute Laune ließ er sich jedoch nicht nehmen: „Was nicht ist, das kann noch werden“, so der Verkäufer am Samstagnachmittag.

Ingolf Keck und seine Frau waren mit handgemachter Hotzen-Art auf dem Weihnachtsmarkt.
Ingolf Keck und seine Frau waren mit handgemachter Hotzen-Art auf dem Weihnachtsmarkt. | Bild: Jonathan Niedermaier

Ingolf Keck, Inhaber von Hotzen-Art in Engelschwand, ist das erste Mal auf dem Bad Säckinger Weihnachtsmarkt. Für ihn waren die letzten beiden Corona-Jahre nicht einfach: Das Kunsthandwerk sei nicht systemrelevant gewesen, die Märkte für Kunsthandwerk waren geschlossen. „Das war eine harte Durststrecke, für alle Kunsthandwerker“, so Keck.

Nun blickt er wieder positiv in die Zukunft: „Die Nachfrage nach Nachhaltigkeit ist groß.“ Die potenziellen Käufer würden genau nachfragen, woher die Produkte genau kommen. „Die Leute können es manchmal gar nicht glauben, das wir alles selbst machen“, merkte seine Frau an, die ihm beim Verkauf unterstützt.

Über 700 Kilometer Anfahrt haben Ramona Rebs und ihr Mann aus Dresden auf sich genommen.
Über 700 Kilometer Anfahrt haben Ramona Rebs und ihr Mann aus Dresden auf sich genommen. | Bild: Jonathan Niedermaier

Die Bäckermeisterin Ramona Rebs fährt seit nun schon gut acht Jahren, über 700 Kilometer von Dresden nach Bad Säckingen auf den Markt. Ihre Stollen nach „Dresdner Backkunst“ stießen auf großes Interesse, auch viele Schweizer zählten zu ihren Stammkunden.

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„Sie hatte sehr viel Arbeit, war die ganze Nacht am Backen. Alle Backwaren sind von Hand gemacht, das Wissen unsere Kunden zu schätzen“, ergänzte ihr Mann Albert stolz. Während der Corona-Zeit sei es auch für sie nicht einfach gewesen, die Märkte waren Größtenteils geschlossen. Ein Kunde, erzählte Albert, sei letztes Jahr deshalb extra aus der Schweiz nach Dresden gefahren, um sich mit Weihnachtsgebäck einzudecken.

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