Lorena Bäumle ist der Beweis dafür, dass die Arbeit in der Verwaltung alles andere ist als staubtrocken. Die 28-Jährige Oberinspektorin ist seit 1. Mai im Bad Säckinger Rathaus im Fachbereich Baurecht und Bauverwaltung beschäftigt und ist die neue Stellvertreterin des Fachbereichsleiters Peter Weiß.

Dass die junge Öflingerin einmal in der Verwaltung arbeiten möchte, stand für sie bereits früh fest. Deshalb besuchte sie nach dem Abitur die Hochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl und absolvierte ihren Bachelor. Danach erhielt sie eine Anstellung beim Landratsamt Lörrach. Dort war sie vier Jahre lang im Bereich Soziales beschäftigt.

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Mal von dem täglichen Arbeitsweg abgesehen, wollte sie mehr erreichen. „Ich sah meine Zukunft nicht im Landratsamt“, sagt sie. Denn die Möglichkeiten dort weiter zu kommen, seien „beschränkt“ gewesen. Auch die Größe des Lörracher Landratsamtes und die damit verbundene Anonymität haben ihr nicht behagt, erzählt die junge Frau.

Stellenausschreibung kam wie gerufen

Die Arbeit in der Bauverwaltung habe sie interessiert. Weil sie bei ihrem Studium an der Hochschule mit allen Fachbereichen in Berührung kam, wusste sie in etwa, was auf sie zukommt. Daher sei die Stellenanzeige des Bad Säckinger Rathauses wie gerufen gekommen. Bisher war Grundbuchratsschreiber Horst Thomann der Stellvertreter für Peter Weiß. Nachdem Thomann jetzt in den Ruhestand verabschiedet worden ist, wurde ein Nachfolger gesucht.

„Ich freue mich darüber, dass Lorena Bäumle bei uns ist“, sagt Peter Weiß. Als sich die junge Frau im Bewerbungsgespräches vorgestellt hatte, sei er sofort überzeugt gewesen. Inzwischen hat sich Lorena Bäumle gut eingearbeitet und sie freut sich auf ihre Aufgaben.

„Ich bin direkt an der Entwicklung von Bad Säckingen beteiligt“, sagt sie. Inzwischen lebt sie in Bad Säckingen und auf ihrem allmorgendlichen Arbeitsweg fällt ihr auf, was alles in der Stadt „geht“. „Ich bin immer wieder mal im Außendienst“, beschreibt sie eine weitere Tätigkeit in ihrem Bereich, der ihr sehr gut gefällt.

Kein Problem damit, sich durchzusetzen

Denn sie ist auch auf den Baustellen unterwegs. „Auch die Baustellen sind längst keine Männerdomänen mehr“, erklärt sie. Immer mehr Frauen übernehmen Arbeiten, die früher ausschließlich von Männern gemacht worden sind. Und die Frauen machen sich inzwischen auch im Ton bemerkbar, der auf den Baustellen angeschlagen wird. Darum habe auch Lorena Bäumle keine Probleme damit, sich durchzusetzen.

„Meine Arbeit ist abwechslungsreich und spannend“, sagt sie. „Weil sich die Arbeit an jedem Tag anders darstellt.“ In der kommenden Zeit wird die 28-Jährige damit beschäftigt sein, Seminare und Fortbildungen zu besuchen. Denn: „Es besteht durchaus die Möglichkeit, dass sie mal meine Stelle übernehmen kann“, stellt Peter Weiß in den Raum.

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