Der April macht, was er will! Dieses Jahr zeigte er sich wieder einmal als wechselhaft und durchaus noch einmal kalt. Oft täuscht das subjektive Empfinden über die objektive Statistik hinweg, doch dieses Jahr trog das Gefühl eines außerordentlich kalten Aprils in Bad Säckingen nicht. Der mittlere Frühlingsmonat war mit einem Niederschlagsdefizit von 48,2 Liter pro Quadratmeter und trotz eines Sonnenscheinüberschusses von 39,5 Stunden mit 9 Frosttagen (Norm 1,4 Tage) und 5 Schneefalltagen 1,5 Grad zu kalt und somit der kälteste April der letzten 25 Jahre. Laut Deutschem Wetterdienst war es deutschlandweit der kälteste April der letzten 40 Jahre.

Der mittlere Frühlingsmonat startete in Bad Säckingen unter dem Einfluss mit dem aus dem März bekannten Hoch „Nicole“ mit traumhaftem Frühlingswetter und mit 24,7 Grad wurde der zweite Sommertag des Jahres nur knapp verfehlt. Am Karfreitag flossen von Norden bei weiterhin viel Sonnenschein langsam kältere Luftmassen polarem Ursprungs zu uns ein. Wenn auch deutlich kühler, so zeigten sich die Ostertage von Karfreitag bis Ostersonntag unter dem Einfluss von Hoch Odetta doch recht sonnig.

Nach einem sommerlich anmutenden Aprilstart floss ab Ostermontag, 5. April, arktische Kaltluft ein und sorgte für klassisch wechselhaftes und windiges Aprilwetter. Winterjacke statt T-Shirt und Schneebesen statt Rasenmäher, am Morgen des 6. sank die Temperatur mit –1,8 Grad auf die tiefste Temperatur des Monats ab und Tief Ulli sorgte am Morgen des 7. für eine 5 Zentimeter hohe Schneedecke. Die für die Jahreszeit deutlich zu tiefen Temperaturen setzten den Blüten der Obstbäume teilweise zu.

Ab dem 8. sorgte dann Hoch Peggy mit viel Sonnenschein wieder für steigende Temperaturen. Nachdem am 11. die Temperatur nochmals auf 18,8°C anstieg, sorgte Tief Wilken mit kühler Polarluft dafür, dass am Abend und in der Nacht zum 12. die aufkommenden Schauer in Form von Schnee nieder gingen. Mit deutlichen Nachtfrösten, Tagestemperaturen im einstelligen Bereich und wechselnd bewölktem Himmel mit einzelnen Schneeflocken zeigte sich das Wetter unter dem Zusammenspiel von Hoch Queen und Tief Wilken bis zur Monatsmitte statt frühlingshaft eher spätwinterlich. Die erste Aprilhalbzeit war somit mit sieben Frosttagen 3,6 Grad zu kalt, 14,4 Liter Niederschlag reichten gerade nur für 17 Prozent des normalen Aprilniederschlages und die Sonne schien an 94 Stunden 46 Prozent des Solls.

Die zweite Aprilhälfte startete recht sonnig mit zwei weiteren Frosttagen und Höchsttemperaturen bis 11 Grad. Nach einem wolkigen und kühlen 18. April sorgte Hoch Queen ab dem 19. mit viel Sonnenschein wieder für steigende Tagestemperaturen und frostfreie Nächte. So erreichten wir am 21. mit 20,7 Grad bereits wieder einen warmen Tag. Nach acht Tagen in Folge ohne messbaren Niederschlag brachte ein Gewitter am Nachmittag des 22. 4,8 Liter Regen. Ab dem 23. bescherte uns Hoch Sandra mit viel Sonnenschein Tagestemperaturen bis 21,5 Grad, bis ab dem 29. Tief Beat die letzten beiden Apriltage mit feucht-kühlen Luftmassen das Szepter übernahm und am 30. April mit 15 Liter Regen das deutliche Niederschlagsdefizit etwas abschwächte.