Die Corona-Pandemie stellt auch die Stadtwerke Bad Säckingen vor große Herausforderungen. Vor allem gilt es, die Mitarbeiter zu schützen, die die Versorgung der Bevölkerung mit Strom, Gas, Wasser und Wärme sicher stellen. „Nach aktuellem Stand ist die Versorgungssicherheit in allen Sparten gewährleistet“, versichert Geschäftsführer Martin Ritter.

Die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Wärme durch die Stadtwerke ist gesichert. Damit das so bleibt, haben die Stadtwerke unter anderem für ihre Mitarbeiter umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen.
Die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Wärme durch die Stadtwerke ist gesichert. Damit das so bleibt, haben die Stadtwerke unter anderem für ihre Mitarbeiter umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. | Bild: Frank Linke

Das größte Risiko in der Branche sei ein erheblicher Ausfall von Fachkräften, die im Falle einer Störung benötigt würden. Alle Energieversorgungsunternehmen schützen demnach ihre Mitarbeiter mit verschiedenen Maßnahmen. Diese liefen bereits seit Wochen und dadurch anfallende Kosten seien zunächst einmal nebensächlich.

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Bei den Stadtwerken, so Ritter, arbeiten viele Mitarbeiter im Homeoffice. Das technische Personal, zuständig für die Behebung von möglicher Störungen, etwa im Stromnetz, werden besonders geschützt. Diese Mitarbeiter sind zu Hause in Bereitschaft und vom Tagesgeschäft im Haus abgeschottet. Somit sei die Gefahr, sich anzustecken, noch einmal weitgehend reduziert. Im übrigen gelten es für alle, die üblichen Hygienevorschriften einzuhalten, möglichst daheim zu bleiben und auf jeglichen unnötigen Kontakt mit anderen Bürgern zu verzichten. Interne Veranstaltungen wie Schulungen wurden vorerst ebenfalls abgesagt.

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Die Versorgungssicherheit stünden für alle Energieversorgungsunternehmen an erster Stelle und die Netzbetreiber unterstützten sich gegenseitig, sagt Ritter: „Bei aller Konkurrenz, in so einer Situation sind wir alle solidarisch.“

Dass alle am gleichen Strang ziehen und den Schutz ihrer Mitarbeiter vorne an stellen, ist für die Stadtwerke insofern von besonderer Bedeutung, als dass man „als letztes Glied in der Kette“ auf funktionierende Partnerbetriebe – hier insbesondere EnBW und den Übertragungsnetzbetreiber TransnetBW – angewiesen sei. Man stehe deshalb in wöchentlichem Austausch und stimme sich ab. Dies auch mit externen Partnern, zum Beispiel Tiefbauunternehmen, die im etwa im Fall eines Leitungsschadens zugezogen werden müssten.

Suche nach individuellen Lösungen

Dass sich die Stadtwerke Bad Säckingen GmbH der Region verpflichtet fühlen, unterstreicht das Unternehmen in der Krise unter anderem damit, dass man Kunden, die wegen Umsatzeinbußen Schwierigkeiten haben, ihre Rechnungen zu begleichen, entgegenkommt. Ritter: „Wir finden eine individuelle Lösung.“

Zur Grundversorgung mit Lebensmitteln und Drogerieartikeln gibt es eine Stadtwerke-Hotline, welche täglich von 10 bis 12 Uhr und von 14 bis 16 Uhr unter der Telefonnummer 07761/550 29 92 erreichbar ist. Aktuell besteht eine Kooperation mit der katholischen Kirche. Die katholische Kirche ist unter der Telefonnummer 07761/568 19 82 erreichbar. Dieser Service gilt für alle Risikogruppen, für die ein besonders hoher Schutz notwendig ist, um sie vor einer Ansteckung zu bewahren.

Das Kundencenter der Stadtwerke in in der Schaffhauser Straße 20 bleibt vorerst zu.
Das Kundencenter der Stadtwerke in in der Schaffhauser Straße 20 bleibt vorerst zu. | Bild: Frank Linke

Vorerst in den Hintergrund treten, müssen bei den Stadtwerken wegen der Krise Entwicklungsprojekte wie zum Beispiel die Wärmeversorgung der Altstadt.

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