In acht Ensembles traten die Jungmusiker des Verbandsjugendorchesters Hochrhein (VJOH) nach zwei Tagen intensiver Probenarbeit mit ihren jeweiligen Dozierenden nacheinander auf.

Vor Ort wurden die geltenden Hygienemaßnahmen durchgesetzt und um einen zu großen Andrang zu vermeiden, konnte das Konzert auch per Online-Livestream von zuhause aus verfolgt werden. Finanziell unterstützt wurde das Konzert durch die Sparkassen-Kulturstiftung.

Julian Gibbons (Mitte) übernahm die musikalische Leitung des Blech-Ensembles und lobte die Musikerinnen und Musiker für ihre Leistung nach nur zwei Tagen Probenarbeit.
Julian Gibbons (Mitte) übernahm die musikalische Leitung des Blech-Ensembles und lobte die Musikerinnen und Musiker für ihre Leistung nach nur zwei Tagen Probenarbeit. | Bild: Michelle Güntert

Unter den zahlreichen anwesenden Zuhörern war Bad Säckingens Bürgermeister Alexander Guhl. Eröffnet wurde das Ensemble-Konzert von der fünfköpfigen Schlagzeug-Gruppe, die von Lee Ferguson vorbereitet wurde. Die Schlagzeug- und Percussion-Group performte das bekannte Stück „Pirates Of The Caribbean“, die Harry-Potter-Melodie „Double Trouble“ und einen fetzigen Blues.

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Es schloss sich eine kleine Blechbesetzung unter der Leitung von Julian Gibbons an, die mit dem Volkslied „The Duke of Marlborough„ begann. Gibbons betonte, dass es für viele der Musiker der erste Auftritt darstellte, was angesichts der solistischen Parts, die sie in den Ensembles zu übernehmen hatten, eine beachtliche Leistung war. Mit der „Sonate piano e forte“ brachte das Blech-Ensemble das erste Stück auf die Bühne, in dem nachweislich Dynamik notiert wurde.

Herbert Gramsch trat im Anschluss mit einem aus drei Generationen zusammengesetzten VJOH-Querflöten-Ensemble auf. Unterstützt wurde dieses durch einen Kontrabass. Das Ensemble brachte mit dem „Libertango“ und einem Walzer eher liebliche Stücke auf die Bühne. Es folgte ein Holzbläser-Quintett bestehend aus einem Waldhorn, einer Oboe, einer Querflöte, einer Klarinette und einem Fagott, welches von Charlotte Stitz vorbereitet wurde. Die fünf Musiker inszenierten klassische Stücke. Das siebenköpfige Klarinetten-Ensemble, das von Peter Geisler instruiert wurde, spielte unter anderem ein Werk aus dem „Nussknacker“ und ein israelisches Klezmer-Stück.

Das Ensemble-Konzert des VJOH wurde durch das Schlagzeug-Ensemble eröffnet, die moderne Interpretationen auf die Bühne brachten.
Das Ensemble-Konzert des VJOH wurde durch das Schlagzeug-Ensemble eröffnet, die moderne Interpretationen auf die Bühne brachten. | Bild: Michelle Güntert

Es folgte das Saxophon-Quintett unter der Leitung von Frank Pohl, das zunächst als klassisches Quartett aus Sopran-, Alt-, Tenor- und Bariton-Saxophon und später in Big-Band-Besetzung auftrat. Mit der traditionellen Blechbesetzung aus Flügelhorn, Trompete, Bariton, Tuba und Schlagzeug wurde es mit der „Südböhmischen Polka“ stimmungsvoll im Schlosspark. Die Leitung hierbei hatte Stefan Wagner.

Zum Abschluss der Ensemble-Reihe trat eine große Blechbesetzung erneut unter der Leitung von Julian Gibbons auf. Mit dem Höhepunkt „Welcome To The Jungle“ wurde das Konzert abgerundet. Die Musiker des VJOH bewiesen, dass es nicht immer ein Gesamtorchester braucht, um eindrucksvolle Klänge auf die Bühne zu bringen.