Obwohl der Hauptpreis nicht gewonnen worden ist, hat die Initiative Repair-Café in Bad Säckingen das große Los gezogen. Denn im Rahmen des SÜDKURIER-Vereinswettbewerbs, hat sich auch das Repair-Café mit einem nachhaltigen Projekt beworben. Denn immer wieder konnten die ehrenamtlichen Helfer des Repair-Cafés, Geräte nicht mehr reparieren, weil sie keine Ersatzteile mehr bekommen haben. Das war vor allem bei älteren Geräten der Fall. Darum hatte das Repair-Café die Idee, sich einen 3D-Drucker zu beschaffen, um fehlende Teile aus Kunststoff, selbst herstellen zu können.

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„Wir haben zwar nur einen Trostpreis gewonnen“, erklärt Stefan Meier, der Kopf der Initiative, „Aber es hat uns trotzdem etwas gebracht“. Denn im Rahmen der SÜDKURIER-Berichterstattung ist der Radiologe Stefan Leutzbach auf das Projekt der Initiative aufmerksam geworden und hat sich spontan dazu bereiterklärt, einen 3D-Drucker zu sponsern. Momentan wird der Drucker fachmännisch zusammengebaut. „Wenn wir Glück haben, schaffen wir das noch bis zum kommenden Samstag“, so Stefan Meier. Denn am 17. Oktober öffnet die Werkstatt von 10 bis 15 Uhr in der Awo-Begegnungsstätte.

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„Nachdem das Café bereits zweimal wegen Corona ausfallen musste, haben wir lange überlegt, ob wir es überhaupt noch einmal stattfinden lassen sollen“, so der Kopf der Gruppe. Auch, weil es sich bei den Reparateuren um Menschen handelt, die zum großen Teil zur Risikogruppe gehören.

Doch nach dem Sponsoring des Druckers, entschieden sich die Macher dafür, weiter zu machen. Natürlich Corona-konform. „Am Samstag werden wir weniger Personal haben, aber es wird alles abgedeckt sein“, erklärt Meier weiter. Neu mit dabei ist die Möglichkeit, Schuhe reparieren zu lassen. „Allerdings können wir die Schuhe nur nähen und nicht besohlen“, sagt Meier. Die Besucher werden erfasst, die Hände müssen desinfiziert und ein Mund-Nasenschutz getragen werden. Der Wartebereich wird vor der Begegnungsstätte eingerichtet.

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Am kommenden Samstag können zum ersten Mal auch Geräte zur Reparatur gebracht werden, die ein neues Ersatzteil aus Kunststoff benötigen. „Natürlich kann das Gerät nicht auch am gleichen Tag repariert und mitgenommen werden“, so Stefan Meier. Denn das Ersatzteil muss zuerst konstruiert werden, bevor es der 3D-Drucker ausdrucken kann. „Beim nächsten Repair-Café kann das Ersatzteil dann eingebaut werden“, so Meier weiter.

Das nächste Repair-Café ist im Januar geplant. Und statt wie sonst in der Awo-Begegnungsstätte, öffnet die Reparaturwerkstatt der Initiative, ausnahmsweise im Awo-Kaufhaus „SäckingHand“ in Wallbach.

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