Bad Säckingen – Auf die vielen ehrenamtlichen Helfer in der Stadt ist auch in der Pandemie Verlass. Fünf Monate lang war im Kursaal das große Corona-Testzentrum eingerichtet. Harpolingen und Wallbach zogen beim Testen ortsnah mit. Jetzt dankte die Stadt dankte für das Engagement mit einem coronakonformen Fest im Kursaal. 219 Ehrenamtliche waren am frühen Freitagabend eingeladen. „Die Stadtverwaltung hätte die Leistung alleine nicht stemmen können“, bekannte Bürgermeister Alexander Guhl. Er dankte dem THW, dem DRK, der AWO, der Feuerwehr, den Maltesern und der Reha-Klinik für ihre Hilfe.

Sherepreet Schwer, hier nicht als Gemeinderat anwesend, sondern als THW-Ortsjugendleiter, versicherte sich zuerst in die Runde seiner Kolleginnen und Kollegen, bis die Zahl dann gesichert bestätigt worden ist. Die Aufgabenverteilung im Leitungsstab vom THW ruht auf mehreren Schultern, der eine ist eher praktisch veranlagt, die andere wiederum hat die Verwaltung mehr im Blut. Mit 19 Aktiven beim Helferfest hatte das THW endlich wieder einen geselligen Abend, die Kameradschaftsabende fehlen vielen Einrichtungen.

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„Da ist einiges gemeinsam gegangen“, sagte der Bürgermeister anerkennend. Eine fordernde Zeit liegt hinter allen. „Die Tübinger haben was losgetreten“, erinnerte Guhl an die Impulsgeber. Bad Säckingen habe rasch reagiert und mit dem Testzentrum im Kursaal nachgezogen. Die Unterweisung und das Auffrischen der medizinischen Kenntnisse seien bei den Schulungen durch die Reha-Klinik erfolgt. Danach standen ausreichend viele Tester zur Verfügung. „Testen, testen, testen um die Pandemie in den Griff zu bekommen“, der Bürgermeister verwies auf die fast 12.000 Testungen alleine im Kursaal. Über 1000 waren es ortsnah in Harpolingen und Wallbach zusätzlich. An Spitzentagen wurden über 300 Menschen getestet.

Der Dank für den Einsatz aller 219 Helfer bei den städtischen Teststationen war ein geselliger Abend.
Der Dank für den Einsatz aller 219 Helfer bei den städtischen Teststationen war ein geselliger Abend. | Bild: Gerd Leutenecker

Um den Rechtsanspruch jedes Bürgers auf einen Test erfüllen zu können und für ihre Schulen erwarb die Stadtverwaltung Tests in großem Stil. „Und knapp 180.000 Euro hat das kurzfristig gekostet“, so Guhl. Für die Geschäfte und Betriebe in der Stadt dankte Niels Bosley im Namen vom Stadtmarketingverein Pro Bad Säckingen mit einer kleinen Aufmerksamkeit. Die grünen Taschen mit dem Säckinger Säckle waren mit Quietscheentchen bestückt: „Ihr habt unsere Betriebe sinnbildlich auch über Wasser gehalten.“ Die Tests ermöglichten den Einkauf in der Trompeterstadt.

„Die hochwertige manpower war andernorts schon im Einsatz“, erinnerte Guhl. Zuletzt war die Solidarität der Helfer aus der Trompeterstadt in den Hochwasser- und Flutgebieten gefragt.