Ab morgen dürfte bei Familien mit Kleinkindern vielleicht wieder etwas Entspannung eintreten. Denn mit dem morgigen Tag ist die Sperrung der Kinderspielplätze im Land Baden-Württemberg aufgehoben. Allein in der Stadt Bad Säckingen betrifft das 53 gesperrte Spielplätze, die von Familien mit Kindern ab sofort wieder frequentiert werden dürfen. Die Öffnung gilt fürs erste aber nicht für Bolzplätze.

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Bis wann sind alle Spielplätze offen?

Der Technische Dienst und das Bauamt der Stadt sind ab den Morgenstunden am Mittwoch im gesamten Stadtgebiet und seinen Ortsteilen unterwegs und beseitigen die Absperrung an den Spielplätzen. „Ich schätze, wir werden gegen Mittag mit der Öffnung aller Plätze fertig sein“, informierte Klaus Strittmatter, der Leiter der Technischen Dienste.
Insgesamt sind es 53 Spielplätze in der Stadt und den Ortsteilen. Alles sind kommunal betrieben und werden vom Technischen Dienst betreut, sauber gehalten und regelmäßig auf Sicherheit der Spielgeräte überprüft. Von den 53 Spielplätzen sind nicht alle mit Gittern abgeriegelt, so Strittmatter, „soviel Bauzäune haben wir gar nicht.“ Teils seien die Sperrungen auch mit Absperrbaken kenntlich gemacht oder Hinweise mit Verbotsschildern angebracht. Die Verbotsschilder werden laut Strittmatter durch Hinweisschilder ersetzt, die auf die geltenden Corona-Schutzmaßnahmen hinweisen.

Kommt weg: Seit Wochen ist auch der Spielplatz an der Hauensteinstraße gesperrt. Das soll sich heute ändern, denn dann dürfen Kinder sich wieder auf den Spielplätzen austoben – unter Einhaltung der geltenden Hygienerichtlinien, versteht sich.
Kommt weg: Seit Wochen ist auch der Spielplatz an der Hauensteinstraße gesperrt. Das soll sich heute ändern, denn dann dürfen Kinder sich wieder auf den Spielplätzen austoben – unter Einhaltung der geltenden Hygienerichtlinien, versteht sich. | Bild: Baier, Markus

Wie sehen Corona-Maßnahmen auf Spielplätzen aus?

„Es werden auch auf Spielplätzen die im öffentlichen Raum geltenden Schutzmaßnahmen angewandt“, sagt Muriel Schwerdtner, Leiterin des Bad Säckinger Rechtsamtes. Im Einzelnen bedeutet das laut Schwerdtner für Besucher und Besucherinnen auf Kinderspielplätzen Folgendes: Man soll sich nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Haushaltes aufhalten oder maximal mit einer weiteren Person, die nicht zum Haushalt gehört.
Zu Personen außerhalb des eigenen Haushaltes gilt zudem die bekannte Abstandsregel von mindestens 1,5 Meter. Das gilt nach den Buchstaben des Gesetzes auch für Kinder. Hier sieht die Rechtsamtsleiterin durchaus eine Schwachstelle im Gesetz. Dass dies gerade bei Kleinkindern manchmal schwierig werden kann, weiß auch sie. Aber der Gesetzgeber vertraue hier halt auf die Sorgeberechtigten. Das Tragen eines Mundschutzes ist auf Kinderspielplätzen im Übrigen nicht vorgeschrieben. Auch eine Beschränkung der Besucherzahl sei rechtlich nicht vorgesehen.

Wird die Einhaltung der Schutzgebote denn überprüft?

Natürlich könne die Stadt nicht an jeden der 53 Spielplätze einen Mitarbeiter des Ordnungsamtes stellen, um die Einhaltung der Schutzmaßnahmen sicherzustellen, sagt Bürgermeister Alexander Guhl. Damit wären die Gemeinden völlig überfordert. Allerdings werde es stichprobenartige Überprüfungen durch das Ordnungsamt geben, so Guhl. Das bestätigte auch Rechtsamtsleiterin Schwerdtner. Die Corona-Streifen, die im Zuge der Pandemie unterwegs sind, werden künftig auch stichprobenartig das Verhalten auf Spielplätzen überprüfen. „Zuerst werden die Kollegen bei Zuwiderhandlungen ermahnen“, sagt die Amtsleiterin, aber bei Unbelehrbaren werde auch ein Bußgeld fällig. Der Bußgeld-Rahmen für Verstöße gegen Schutzmaßnahmen im öffentlichen Raum beginnt laut Schwerdtner bei 100 Euro.

So teuer sind Verstöße gegen Corona-Maßnahmen

Seit Beginn der Corona-Maßnahmen hat die Stadt Bad Säckingen 70 Bußgeldverfahren eingeleitet. Die Höhe bewege sich zwischen 200 und 400 Euro, teilte Rechtsamtsleiterin Muriel Schwerdtner mit. 200 Euro sei in der Regel das untere Limit, bei Unbelehrbaren sei das Bußgeld erhöht worden. Es handle sich dabei meist um Treffen von Personengruppen, die Abstandsregeln missachten. Der Verstoß gegen das Mundschutzgebot werde mit Bußgeld zwischen 15 und 30 Euro geahndet.

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