Bad Säckingen/Südbaden – Einen neuen Tarifkonflikt sieht jetzt die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi beim Deutschen Roten Kreuz aufkommen. Symbolisch entfachen sie mit Beschäftigten im Rettungsdienst ein Signalfeuer in Bad Säckingen. In der ersten Verhandlungsrunde mit der Bundestarifgemeinschaft des DRK konnten sich Arbeitgeber und Gewerkschaft nicht auf einen Kompromiss einigen. Auf Grund der außergewöhnlichen Bedingungen und Herausforderungen der Pandemie zeigten sich die Arbeitgeber in Sorge, ein solch umfangreiches Paket an Forderungen und Erwartungen möglicherweise nicht in weiteren Präsenzsitzungen verhandeln zu können, heißt es in einer Mitteilung der Gewerkschaft.

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Die Verdi-Verhandlungskommission unterbreitet ein modifiziertes Angebot in Form eines Kurzläufertarifvertrags bis Ende April, was eine schnelle Lösung für die aktuelle Situation bedeutet hätte. Darin enthalten ist die Regelung der Corona-Prämie für alle Beschäftigte, die Aufwertung der Notfallsanitäter Eingruppierung, die Regelung einer Infektionszulage, sowie eine Pflegezulage in gleicher Höhe des öffentlichen Dienstes zu regeln, und alle weiteren Bestandteile der Forderungen und Erwartungen auf Mai nächsten Jahres zu vertagen. Trotz mehreren Unterbrechungen und intensiven Austauschen konnten sich die Arbeitgeber nicht zu einem Angebot durchringen.
„Die Arbeitgeber hatten die Chance nicht den gleichen Fehler wie der VKA im öffentlichen Dienst zu machen! Leider haben sie diese Chance vergeben,“ sagt Gewerkschaftssekretär Michael Herbstritt von Verdi Südbaden Schwarzwald.
Mira Hug, Notfallsanitäterin beim DRK in Säckingen und Mitglied der Tarifkommission, macht deutlich: „Wenn die Arbeitgeber glauben, sie können während der Pandemie auf Zeit spielen, machen sie einen großen Fehler. Wir fordern eine klare Aufwertung in dieser Tarifrunde und sind auch bereit diese durchzusetzen.“
Herbstritt ergänzt: „Nach dem Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst will niemand weitere Arbeitskämpfe, schon gar nicht im Krankentransport oder der Notfallrettung.“

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Es wäre deshalb wünschenswert, wenn die Arbeitgeber am 18. November zur zweiten Verhandlungsrunde ein wertschätzendes Angebot auf den Tisch legen würden. Ansonsten stünden gegebenenfalls stürmische Zeiten bevor.“ Auf der Bad Säckinger Außenwache Wehr entzündeten die Sanitäter symbolisch ein Signalfeuer.

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