Freude und Erleichterung herrschten bei Besuchern und Mitarbeitern, als sämtliche Bereiche des Aqualons am Donnerstag nach Monaten der Schließung wieder für das Publikum geöffnet wurden. Ein Massenandrang blieb aus, aber Geschäftsführer Franc Morshuis zeigte sich mit den Zahlen zufrieden. Alle Mitarbeiter waren zum 1. Juni aus der Kurzarbeit zurückgeholt worden und standen am Donnerstag schon um 6.30 Uhr „für den letzten Schliff“ parat.

Gut besucht, aber kein Massenandrang: Die Badegäste und anderen Kunden freuten sich über die Wiedereröffnung des Aqualon.
Gut besucht, aber kein Massenandrang: Die Badegäste und anderen Kunden freuten sich über die Wiedereröffnung des Aqualon. | Bild: Michael Gottstein

Trotz der niedrigen Inzidenzwerte gilt noch immer die „3-G-Regel“, das heißt: Die Besucher müssen vollständig geimpft oder genesen sein oder ein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen, um Zutritt zu allen Innenbereichen zu haben. Ausgenommen ist, wer die Arztpraxen, die Therapiebereiche oder auf ärztliche Anordnung die Fitnessräume besucht. „Wir haben also ein gemischtes Publikum, und das macht die Sache etwas kompliziert“, so Franc Morshuis.

Geschäftsführer Franc Morshuis und Hostess Sabrina Ufer begrüßen den Gast Eberhard Wolf (von links).
Geschäftsführer Franc Morshuis und Hostess Sabrina Ufer begrüßen den Gast Eberhard Wolf (von links). | Bild: Michael Gottstein

Um die Gäste zu instruieren, hatte er eigens vier Hostessen eingestellt. „Die meisten wissen, dass sie einen Test brauchen“, sagte die Empfangsdame Sabrina Ufer und fügte hinzu: „Man merkt den Gästen an, dass sie froh sind über die Lockerungen.“ Gleich in der ersten Öffnungsstunde war auch Eberhard Wolf, „ein alter Freund des Hauses“, in das Aqualon zurückgekehrt. „Während der Schließung habe ich die Gelegenheit genutzt und den Hochschwarzwald erwandert“, berichtete er, während er den Anmeldezettel ausfüllte.

Härtetest für neue Software

Die Wiedereröffnung war auch der Härtetest für die neue Software, die den Besuchern den Zugang zum Aqualon erleichtert und den Wechsel zwischen den Bereichen ohne Anstehen ermöglicht. Damit alles reibungslos klappte, waren eigens die Software-Experten angereist. Rund 400 Karten waren im Laufe der vergangenen Tage über das Internet verkauft worden, die Ticketinhaber konnten ohne Wartezeiten über eine neue „fast lane“ (deutsch: Schnellstraße) das Aqualon betreten.

Geschäftsführer Franc Morshuis vor dem wiedereröffneten Freibad.
Geschäftsführer Franc Morshuis vor dem wiedereröffneten Freibad. | Bild: Michael Gottstein

Während der Schließungshase hatten die Mitarbeiter das Bad repariert und gründlich gereinigt. Überall weisen Schilder dezent, aber unübersehbar auf die Hygieneregeln und maximalen Besucherzahlen hin. Auch in dem zum Aqualon gehörenden Hotel „Schweizerblick“ haben die Buchungen schon deutlich zugenommen.