Im siebten Jahr seines Bestehens zieht der Verein Step Uganda eine positive Bilanz. Wie Schatzmeister Bernhard Mutscheller in der jüngsten Hauptversammlung bekannt gab, wird der Bau der Schule im ugandischen Bukobe Ende dieses Jahres praktisch abgeschlossen. Aufgaben warten auf den 152 Mitglieder zählenden Verein unter dem Vorsitz der gebürtigen Uganderin Elizabeth Kanitz aber noch genug.

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In der Step Developement Nursery and Primary School im Osten des Landes werden inzwischen zehn Schulklassen, drei Vorschul- sowie sieben Primarschulklassen von zehn einheimischen Lehrern beschult. Als besonders wichtig hob Mutscheller hervor, dass im Interesse der Personalbindung auf dem Land auf eine Versorgung der Lehrkräfte mit Unterkünften und sanitären Anlagen geachtet werde. Als Erfolg vermeldete er die Tatsache, dass „das Kollegium seit Jahren praktisch unverändert ist“. Die vorerst letzte bauliche Maßnahme wird in der Errichtung eines vonseiten des Staates vorgeschriebenen Schulsportplatzes bestehen.

Weitere Aufgaben

Die Schule wird dem Verein als Investitionsobjekt allerdings erhalten bleiben. Zum einen finanzieren die Vereinsmitglieder aus Bad Säckingen ausgewählten Absolventen der Schule Ausbildungen und Weiterbildungen in anderen Lehranstalten des Landes. Zu erwarten sei auch, dass mit der angestrebten staatlichen Anerkennung der Schule, die laut Mutscheller auf einem guten Weg ist, auch die Löhne für die Lehrkräfte angehoben werden müssten. Vor allem aber eines wartet auf Step Uganda als große Aufgabe: Das Kinderhaus in Mbale, die zweite Herzensangelegenheit des Vereins, befinde sich in einem sehr maroden Zustand und bedürfe dringend einer Sanierung.

Auswirkungen der Pandemie

Wegen der Corona-Pandemie musste auf persönliche Kontakte und Besuche in Uganda verzichtet werden. Die von der in Regierung in Kampala 2020 und 2021 verordneten Lockdowns führten in dem ohnehin zu den ärmsten der Welt zählenden Land zu Arbeitslosigkeit, Hunger und steigenden Preisen. Step Uganda ließ auch in diesem Fall die afrikanischen Freunde nicht im Stich. 2020 und in diesem Jahr erreichten dank Hilfsgeldern aus Bad Säckingen monatlich fünf Tonnen Maismehl, Bohnen und Seifenprodukte 70 Familien im Dorf Bukobe. Eine Besserung der Lage sei nun in Sicht, da im Oktober die Maisernte im Land beginne, erklärte Mutscheller.

Aktivitäten in Bad Säckingen

Auswirkungen auf die Arbeit des Vereins hatte die Pandemie freilich auch in Bad Säckingen. Der Wegfall vieler Veranstaltungen, die der Information, dem Spendensammeln oder dem Verkauf von Produkten gewidmet sind, wurde jedoch erfolgreich auf die digitalen sozialen Netzwerke verlagert. Für besondere Freude unter den Mitgliedern sorgte die gute Nachfrage nach Oster-Dekorationsartikeln in diesem Jahr.

Lob

„Ein ganz toller Verein“, begeisterte sich Bürgermeisterstellvertreterin Karina Weiß in ihren Grußworten. Als besonders positiv hob sie die Kooperation mit den Schulen der Stadt hervor. Er sei „toll, dass sich viele jungen Menschen für die Bildung von Kindern in Uganda engagieren“, so Karina Weiß.

Dank

Von „wahren Freunden“ sprach Elisabeth Kanitz. Die aus Uganda stammende Vorsitzende des Vereins Step Uganda unterstützt ihre Heimatregion bereits seit ihrer Ankunft in Deutschland Ende der 1990er Jahre. Im Namen ihrer Landsleute sprach sie sichtlich gerührt ihren „Dank für die Liebe und Unterstützung“ aus.

Weitere Informationen: https://step-uganda.de